Erneuter „Blackout“ und Massenproteste in Venezuela

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Interimspräsident Juan Guaidó hat für Mittwoch zu weiteren Protesten gegen das Maduro-Regime aufgerufen (Fotos: Juan Guaidó)
Datum: 10. April 2019
Uhrzeit: 15:05 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im von einer Dauerkrise gebeutelten südamerikanischen Land Venezuela hat die Bevölkerung erneut mit einem großflächigen Stromausfall in mindestens zwanzig der dreiundzwanzig Bundesstaaten zu kämpfen. Der „Blackout“, der nichts mit der angekündigten Strom-Rationierung zu tun hat, begann in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch und betraf die Hauptstadt Caracas sowie große Gebiete des Landes. In mehreren Regionen spielen sich dramatische Szenen ab. Der Überlebenskampf im Krisenland kennzeichnet die Realität der venezolanischen Gesellschaft. Das Regime hat in den letzten fünf Jahren keine Gelder in den Wasserpumpen-Service für Caracas investiert. Im Jahr 2014 wurden rund 20.000 Liter pro Sekunde in die Hauptstadt gepumpt, derzeit gelangen nur 14.000 Liter in das kommerzielle und kulturelle Zentrum. In einigen Gebieten gibt es kein regelmäßiges Trinkwasser, die Menschen sind verzweifelt.

Der UN-Sicherheitsrat kommt am Mittwoch zu Beratungen über die humanitäre Krise in Venezuela zusammen. Einem internen UN-Bericht zufolge haben sieben Millionen Venezolaner keinen regelmäßigen Zugang zu Essen und medizinischer Versorgung und sind auf Hilfen angewiesen. Interimspräsident Juan Guaidó hat für Mittwoch zu weiteren Protesten gegen das Maduro-Regime aufgerufen.

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