Auftakt von zwölf Korruptionsprozessen gegen Cristina Fernández de Kirchner

Kirchner

Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner (Foto: Casa Rosada)
Datum: 22. Mai 2019
Uhrzeit: 14:22 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Argentinien hat am Dienstag (21.) der Auftakt von insgesamt zwölf Korruptionsprozessen gegen Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner begonnen. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll die 66-Jährige während ihrer Amtszeit (2007 bis 2015) Bestechungsgelder von Baufirmen als Gegenleistung für lukrative Regierungsaufträge angenommen haben. Die Peronistin streitet alles ab und spricht von einer politisch motivierten „Nebelwand“.

Die Justiz in Buenos Aires sieht dies allerdings ganz anders und spricht von einer „Matrix von Korruption“. Demnach hat Kirchner mit Hilfe des ehemaligen Planungsministers Julio De Vido und mehreren weiteren ehemaligen Genossen der Kirchner-Regierung (bereits seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft) über fünfzig öffentliche Bauaufträge in der südargentinischen Provinz Santa Cruz an einen einzigen Unternehmer (Freund der Familie Kirchner: Lazaro Baez) zu überhöhten Preisen vergeben. Der „Diebstahl öffentlicher Mittel“ soll eine Milliarde US-Dollar betragen haben. Der erste Prozess findet wenige Tage nach der Ankündigung der linksgerichteten Populistin, am 27. Oktober bei den nationalen Wahlen des Landes für die Vizepräsidentschaft kandidieren zu wollen, statt.

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