Brasilien: Neue Kreditlinie für Uber-Fahrer in Milliardenhöhe

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Uber ist in vielen lateinamerikanischen Städten verfügbar und hat sich als beliebte Option für die Personenbeförderung etabliert (Foto: Uber)
Datum: 20. Mai 2026
Uhrzeit: 12:20 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Regierung von Brasilien hat eine neue Kreditlinie in Höhe von 30 Milliarden Reais (etwa 4,9 Milliarden Euro) angekündigt, die Taxifahrern und Fahrern von Apps wie Uber, Cabify oder 99 den Kauf neuer Fahrzeuge erleichtern soll. Das Programm legt den Schwerpunkt auf nachhaltige Modelle und ist Teil des staatlichen Plans Move Brasil. Brasilien will die Erneuerung des Fahrzeugbestands im städtischen Nahverkehr vorantreiben und Tausenden von Fahrern digitaler Plattformen durch Finanzierungen mit niedrigeren Zinsen den Zugang zu eigenen Fahrzeugen erleichtern. Die neue Kreditlinie steht Fahrern zur Verfügung, die seit mindestens einem Jahr auf derselben Plattform tätig sind und in diesem Zeitraum mindestens 100 Fahrten absolviert haben. Taxifahrer können ebenfalls an dem Programm teilnehmen, sofern sie nachweisen können, dass sie offiziell registriert und aktiv sind. Die Fördermittel sind ausschließlich für den Kauf von Neufahrzeugen mit einem Höchstpreis von 150.000 Reais (ca. 24.500 Euro) bestimmt.

Die brasilianische Regierung erklärte, dass die Darlehen mit reduzierten Zinssätzen gewährt werden, um den Zugang zur Finanzierung im Vergleich zu den üblichen Marktkosten zu erleichtern. Das Programm sieht ausschließlich Fahrzeuge vor, die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Zu den finanzierbaren Modellen gehören Flex-Fahrzeuge, Flex-Hybride, Elektroautos oder Fahrzeuge, die ausschließlich mit Ethanol betrieben werden. Brasilien setzt seit Jahren stark auf die Nutzung von Ethanol als alternativen Kraftstoff, was auf die Bedeutung der Zuckerindustrie im Land zurückzuführen ist. Die Regierung geht davon aus, dass diese Maßnahme sowohl zur Emissionsreduzierung als auch zur Belebung der nationalen Automobilindustrie beitragen wird.

Die Initiative ist Teil des staatlichen Programms Move Brasil, das bereits spezielle Finanzierungslinien für den Kauf von Lastkraftwagen und Bussen anbot. Mit dieser Erweiterung will die Regierung unter Luiz Inácio Lula da Silva den städtischen Nahverkehr stärken und die Arbeitsbedingungen von Tausenden von Fahrern verbessern, die derzeit auf gemietete Fahrzeuge oder teurere Privatkredite angewiesen sind. Brasilien ist einer der größten Märkte für urbane Mobilität per App in Lateinamerika, insbesondere in Städten wie São Paulo oder Rio de Janeiro, wo Millionen von Nutzern täglich solche Dienste in Anspruch nehmen.

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