Bei einer Schießerei auf einer Palmplantage im Norden von Honduras sind nach Angaben der Behörden mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen der tödlichsten Angriffe in diesem Jahr im zentralamerikanischen Land. Der stellvertretende Polizeichef Jasser Ramos teilte dem Sender TN5 mit, dass 20 Leichen geborgen worden seien. Unter den Toten seien 15 Männer, drei Frauen und zwei Minderjährige, sagte er, nachdem die Behörden zuvor berichtet hatten, dass es schwierig sei, den Tatort zu sichern, da Angehörige begonnen hätten, die Leichen zu entfernen, bevor die Ermittler ihre Arbeit beendet hatten.
Die Staatsanwaltschaft teilte mit, der Angriff sei von mehreren bewaffneten Männern verübt worden, die in der Nähe einer Kirche auf dem Gelände einer Ölpalmenplantage das Feuer eröffneten, als sich die Arbeiter auf den Arbeitsbeginn vorbereiteten. Die Behörden haben noch kein Motiv genannt, doch Sicherheitsminister Gerzon Velasquez sagte, erste Hinweise deuteten auf kriminelle Gruppen hin. Der Angriff ereignete sich in der Region Bajo Aguan, einem Gebiet an der nördlichen Karibikküste Honduras’, das seit langem von gewalttätigen Landstreitigkeiten, Drogenhandelsrouten und der Ausweitung des Anbaus von Ölpalmen geprägt ist. Ölpalmen sind die Pflanzen, aus denen Palmöl gewonnen wird, das in verarbeiteten Lebensmitteln und Speisefetten enthalten ist und auch in Seifen, Kosmetika und Biokraftstoffen verwendet wird.







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