Kanada und die Bahamas haben angesichts eines Ebola-Ausbruchs vorübergehend Einreisebeschränkungen für Personen aus der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und dem Südsudan verhängt. Personen aus diesen Ländern dürfen ab sofort für 90 Tage nicht nach Kanada einreisen, teilte die kanadische Regierung mit. Sie erklärte, die vorübergehende Grenzkontrollmaßnahme ziele darauf ab, das Risiko einer Einschleppung und Ausbreitung von Ebola in Kanada zu verringern. Die bahamaische Regierung fügte hinzu, dass ihre Einreisebeschränkungen sofort in Kraft treten und für einen Zeitraum von 30 Tagen gelten würden, vorbehaltlich einer Überprüfung durch das Gesundheitsministerium des karibischen Landes.
Die Weltgesundheitsorganisation stufte am Freitag das Risiko, dass sich der Ebola-Stamm Bundibugyo in der Demokratischen Republik Kongo zu einem landesweiten Ausbruch entwickelt, auf „sehr hoch“ hoch und erklärte den Ausbruch dort sowie in Uganda zu einem Notfall von internationaler Bedeutung. Letzte Woche verbot Washington Nichtstaatsangehörigen, die in den vergangenen Wochen in die DR Kongo, nach Uganda oder in den Südsudan gereist waren, die Einreise in die Vereinigten Staaten.
Kanadische Staatsbürger, Personen mit ständigem Wohnsitz in Kanada und andere Ausländer, die sich in den letzten Wochen in den betroffenen Gebieten aufgehalten haben und keine Symptome aufweisen, müssen sich laut einer Erklärung der kanadischen Gesundheitsbehörde ab dem 30. Mai für 21 Tage in Quarantäne begeben. Auch die Bahamas kündigten verstärkte Gesundheitskontrollen und mögliche Quarantänen für Ausländer an, die sich innerhalb von 30 Tagen vor ihrer Ankunft in dem karibischen Land in der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda oder im Südsudan aufgehalten haben. In den USA, Kanada oder den Bahamas wurden bisher keine Ebola-Fälle gemeldet.







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