Unterwassertunnel soll Südamerika mit Feuerland verbinden

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Der Bau einer permanenten Landverbindung wird die derzeitige Fährverbindung ersetzen, eine 30-minütige Seereise, die ständig vom Wetter beeinträchtigt wird (Foto: KI)
Datum: 03. Juni 2026
Uhrzeit: 07:24 Uhr
Ressorts: Chile, Welt & Reisen
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Eine seit langem bestehende Forderung aus dem südlichen Teil Südamerikas wurde durch den Vorschlag wiederbelebt, eine feste Verbindung unter der Magellanstraße zu errichten, um das Festland mit Feuerland zu verbinden. Das Hauptziel des Projekts besteht darin, die derzeitige Abhängigkeit von Fähren zu beseitigen – ein Verkehrssystem, das aufgrund von Windböen und den komplexen Seebedingungen in der Region anfällig für ständige Unterbrechungen ist. Das erneute Interesse an dieser Infrastruktur gewann an Dynamik, nachdem neue Analysen internationaler Experten das Baubudget drastisch gesenkt hatten. Zu diesem Fortschritt betonte der Regionalgouverneur von Magallanes, Jorge Flies, dass norwegische Fachunternehmen aus der Branche schätzen, dass das Bauvorhaben nur „ein Drittel des ursprünglichen Wertes“ erfordern werde – eine Zahl, die die endgültigen Kosten auf etwa 500 Millionen US-Dollar beziffert.

Wie sieht der Unterwassertunnel aus, der das chilenische Festland mit Feuerland verbinden wird?

Das Straßenbauprojekt sieht den Bau eines Unterwassertunnels unter der Magellanstraße vor, genauer gesagt im Abschnitt Primera Angostura, zwischen Punta Delgada und Bahía Azul. Dieses gigantische Ingenieursprojekt wird eine Länge von etwa 3,7 Kilometern haben und an der geografisch engsten Stelle verlaufen, um das chilenische Festland direkt mit der symbolträchtigen südlichen Insel zu verbinden. Die ursprüngliche Kostenplanung ging von Ausgaben in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar aus, doch der Betrag sank nach der Beratung durch Ingenieure aus Nordeuropa drastisch. „Norwegische Unternehmen, die sich mit solchen Tunneln befassen, schätzen, dass es viel günstiger sein könnte, als wir ursprünglich vorgeschlagen hatten“, erklärte Gouverneur Jorge Flies. Der Regionalpolitiker fügte hinzu: „Heute, da uns die Experten sagen, dass es zu einem Drittel des ursprünglichen Wertes realisierbar ist, sprechen wir von etwa 500 Millionen US-Dollar.“

Das Infrastrukturprojekt hat noch keine offizielle Genehmigung erhalten und es finden noch keine aktiven Bauarbeiten in der Region statt. Laut Diario Financiero arbeitet die Verwaltung von Magallanes gemeinsam mit dem chilenischen Ministerium für öffentliche Arbeiten an den endgültigen Vor- und Machbarkeitsstudien. Zudem prüft der Fachausschuss ein Finanzierungsmodell, das auf dem System privater Konzessionen basiert.

Warum wird der Tunnel von Feuerland den Tourismus im Süden revolutionieren?

Der Bau einer permanenten Landverbindung wird die derzeitige Fährverbindung ersetzen, eine 30-minütige Seereise, die ständig vom Wetter beeinträchtigt wird. Nach Angaben von Diario Financiero wird dieses Großprojekt den täglichen Transport von 2.150 Personen und 600 Fahrzeugen optimieren. Die durchgehende Anbindung wird den Verkehr in einem Gebiet stabilisieren, das heute für seine Versorgung vollständig von den Wetterbedingungen abhängig ist. Im Tourismussektor wird die feste Verbindung die Insel effizient in die Reiserouten durch Patagonien integrieren, die eine hohe Nachfrage verzeichnen. Gouverneur Jorge Flies erklärte, dass der Zugang die Entwicklung von Reisezielen wie der Darwin-Kordillere erleichtern und es ermöglichen werde, „einen Teil des Besucherstroms abzuschöpfen, der zu benachbarten Zentren wie Torres del Paine, El Calafate und Ushuaia fließt“.

Diese Eröffnung wird die Provinz als wichtigen Akteur auf den internationalen Reiserouten im äußersten Süden positionieren. Aus produktiver Sicht wird der Viadukt als grundlegende Infrastruktur für neue Energieprojekte in der Region Magallanes dienen. Der Entwicklungsplan für Randgebiete 2025–2035 des Ministeriums für öffentliche Arbeiten hebt hervor, dass die Initiative darauf abzielt, aufstrebende Industrien wie die des grünen Wasserstoffs zu stärken. Vor diesem Hintergrund betonte die höchste regionale Behörde, dass das Projekt aufgrund seiner Auswirkungen auf die territoriale Integration mit dem Kontinent eine „staatliche Perspektive“ erfordere.

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