Offiziellen Berichten zufolge ereignete sich am Montag (8.) vor der Nordwestküste Kubas ein historisch starkes Erdbeben, das Teile von Kuba, Mexiko und Florida erschütterte. Die betroffenen Rewgionen sind normalerweise nicht erdbebengefährdet. Der U.S. Geological Survey (USGS) maß das Beben mit einer Stärke von 6,1 in einer geringen Tiefe von 26 km (16 Meilen); das Epizentrum lag 104 km west-nordwestlich von Mantua, Kuba, etwa zwei bis vier Autostunden von der Hauptstadt Havanna entfernt.
Das Erdbeben vom Montag war für diesen Teil der Karibik ungewöhnlich, sagte Paul Earle, Seismologe beim USGS, und wies darauf hin, dass das Beben innerhalb einer tektonischen Platte stattfand, wo Erdbeben in der Regel vereinzelter und seltener auftreten als entlang von Plattengrenzen. Ein Erdbeben dieser Stärke habe sich seit 1880, als ein Beben der Stärke 6,0 in der Nähe von San Cristobal auf Kuba auftrat, nicht mehr im Umkreis von 322 km (200 Meilen) um das Beben vom Montag ereignet, sagte Earle.
Die Behörden haben bislang keine größeren Schäden oder Opfer gemeldet, doch das Beben löste in Kuba große Besorgnis aus, wo jahrzehntelange Wirtschaftskrisen dazu geführt haben, dass Gebäude in einem stark baufälligen Zustand sind. Anhaltende, weitreichende Stromausfälle in der gesamten Region haben die Kommunikation erschwert. „Es fühlte sich stark an. So etwas hatte ich noch nie gespürt“, sagte Yusmila Hernandez, 44, in ihrem Haus in Pinar del Rio im Westen Kubas. „Die Leute rannten nach draußen, alle hatten Angst. Ich kann es gar nicht beschreiben. Es fühlte sich an wie kein Erdbeben, das wir hier je erlebt haben“, sagte Hernandez.
Die USGS berichtete, dass die Erschütterungen auch in Florida zu spüren waren. In Mexiko war das Beben in den Tourismuszentren Cancún, Playa del Carmen und Tulum auf der Halbinsel Yucatán zu spüren. Anwohner und Arbeitnehmer im Stadtzentrum von Cancún, die an starke Erdbeben nicht gewöhnt sind, evakuierten die Gebäude. In den mexikanischen Bundesstaaten Yucatán und Quintana Roo wurden Notfallmaßnahmen aktiviert, doch gab es bislang keine Berichte über Schäden, wie die Gouverneure beider Bundesstaaten in den sozialen Medien mitteilten. Nach Angaben des US-amerikanischen Wetterdienstes wurde nach dem Erdbeben keine Tsunami-Warnung oder -Warnung ausgegeben.







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