Die chilenische Staatsanwaltschaft gab die Beschlagnahmung von rund 100 Tonnen Drogen bekannt, die mittels eines ausgeklügelten chemischen Imprägnierungsverfahrens in Holzladungen versteckt waren, die für internationale Märkte bestimmt waren. Im Rahmen der Operation konnten 1.080 Tonnen mit illegalen Substanzen kontaminiertes Holz beschlagnahmt werden, hauptsächlich Kokainhydrochlorid und Ketamin. Die historische Operation stellt einen der größten Schläge gegen das internationale organisierte Verbrechen dar, die in den letzten Jahren in Lateinamerika verzeichnet wurden. Die chilenischen Behörden hoben die Komplexität der Methode hervor, die von den kriminellen Organisationen angewendet wurde, um die Drogen in zahlreiche Länder in Europa, Amerika und Ozeanien zu exportieren.
Eine koordinierte Aktion in drei strategisch wichtigen Häfen
Die Aktion wurde von der Staatsanwaltschaft von Arica geleitet, unterstützt von der Direktion für das Küstengebiet und die nationale Handelsmarine (Directemar) sowie dem Nationalen Zolldienst. Die Einsätze fanden gleichzeitig in den Häfen von Arica, San Antonio und Valparaíso statt, die als einige der wichtigsten Ausfuhrhäfen des Landes gelten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnten im Rahmen der Aktion 1.080 Tonnen Holz, das mit rund 100 Tonnen verschiedener illegaler Substanzen imprägniert war, aufgespürt und beschlagnahmt werden – eine in dem südamerikanischen Land beispiellose Menge. Die Behörden bezeichneten den Fund als eine Operation von enormer Bedeutung für die nationale Sicherheit und für den Kampf gegen internationale Drogenhandelsnetze.
Die komplexe Methode der chemischen Imprägnierung
Das Ministerium für öffentliche Sicherheit erklärte, dass kriminelle Organisationen ein hochentwickeltes chemisches Verfahren einsetzten, um die Drogen in die Holzbretter einzubringen. Dieses Verfahren erschwert die Aufdeckung durch herkömmliche Kontrollen erheblich, da die Substanzen in das Material eingebunden sind und spezielle Verfahren erfordern, um identifiziert und anschließend extrahiert zu werden. Die Behörden wiesen darauf hin, dass sowohl die Imprägnierung als auch die anschließende Rückgewinnung der Drogen Einrichtungen und Labore mit hochmoderner technischer Ausstattung erfordern, was auf einen hohen Organisationsgrad der beteiligten Netzwerke hindeutet.
Europa, Amerika und Ozeanien unter den Bestimmungsorten der Drogen
Erste Erkenntnisse der Ermittlungen deuten darauf hin, dass die illegale Ware für verschiedene internationale Märkte bestimmt war. Zu den identifizierten Ländern gehören Deutschland, Belgien, Frankreich, die Tschechische Republik, Marokko, die Vereinigten Staaten, Spanien, Portugal, Italien, Mexiko, Neuseeland, Panama, das Vereinigte Königreich und die Dominikanische Republik. Die Vielzahl der aufgedeckten Bestimmungsorte untermauert die Hypothese, dass es sich um ein weltweit agierendes Schmugglernetzwerk handelte, das in der Lage war, gleichzeitig auf verschiedenen Kontinenten zu operieren. Die chilenischen Behörden setzen die Ermittlungen fort, um alle Verantwortlichen zu ermitteln und die genaue Herkunft der beschlagnahmten Substanzen festzustellen, während die Untersuchungen des in den drei Häfen beschlagnahmten Materials weitergehen.







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