Die Generation Z (im Jahr 2025 zwischen 16 und 29 Jahre alt) weist im Umgang mit Geld sehr unterschiedliche Verhaltensweisen auf. Dies geht aus der 9. Ausgabe des „Raio X do Investidor Brasileiro“ (Röntgenbild des brasilianischen Anlegers) hervor, einer Studie der Anbima (Brasilianischer Verband der Finanz- und Kapitalmarktinstitutionen) in Zusammenarbeit mit Datafolha hervor: 8 % dieser Personen investieren in Kryptowährungen, doppelt so viel wie der nationale Durchschnitt von 4 %; gleichzeitig bewahren 5 % ihr Geld zu Hause oder unter der Matratze auf, was über den 3 % der Gesamtbevölkerung liegt. „Die Generation Z ist in einem digitalen Umfeld aufgewachsen, mit Zugang zu vielen Informationen und einem viel größeren Produktangebot als andere Altersgruppen. Dies spiegelt sich in vielfältigeren Entscheidungen wider, aber auch in einem Verhalten, bei dem sie Dinge ausprobieren, lernen und finanzielle Entscheidungen selbstständiger treffen“, erklärt Marcelo Billi, Leiter für Nachhaltigkeit, Innovation und Bildung bei Anbima.
Laut der Umfrage investieren 36 % der Generation Z in Finanzprodukte, mehr als die Generation X (45 bis 64 Jahre) mit 35 % und die Babyboomer (65 Jahre oder älter) mit 33 %. Zudem ist das Portfolio der Jüngsten am breitesten gefächert: Neben Kryptowährungen investieren 10 % in Unternehmensanleihen (drei Prozentpunkte über dem Gesamtdurchschnitt), 8 % in Investmentfonds (ebenfalls drei Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung) und 4 % in Aktien (doppelt so viel wie der Rest der Bevölkerung). Im Gegensatz dazu nutzen nur 13 % ein Sparbuch, während die Anteile bei der Generation X und den Babyboomern jeweils bei 27 % liegen (und im Gesamtdurchschnitt bei 22 %).
Intensive Nutzung digitaler Kanäle
Auch der Anlageentscheidungsprozess variiert zwischen den Generationen. Unter den jüngeren Menschen konsultieren 23 % Empfehlungen von Freunden oder Familienangehörigen, während 15 % die persönliche Beratung in Finanzinstituten in Anspruch nehmen. Bei den Babyboomern hingegen bevorzugen 38 % den direkten Kontakt mit einem Kundenbetreuer oder Berater. Der Konsum von Informationen über Investitionen folgt diesem Trend. Die Generation Z weist ein vielfältigeres und digitaleres Muster auf, mit der gleichzeitigen Nutzung verschiedener Kanäle: 49 % nutzen YouTube und 45 % greifen auf Instagram zurück. Suchmaschinen werden von 29 % genannt, Portale und Fachwebsites von 25 % und Podcasts von 20 %.
Auch die Nutzung virtueller Assistenten zur Suche nach Informationen über Investitionen gewinnt bei der Generation Z an Bedeutung: 17 % nutzen bereits diese Art von Ressource, ein höherer Prozentsatz als bei den Millennials (zwischen 30 und 44 Jahren) mit 11 %, der Generation X mit 4 % und den Babyboomern mit 2 %. Das Wachstumspotenzial zeigt sich auch in der Investitionsabsicht: 65 % der jüngeren Zielgruppe geben an, dass sie mit dem Investieren beginnen wollen, was die Rolle der Generation Z als Motor für die Erweiterung der Anlegerbasis im Land unterstreicht. Gleichzeitig zeigen diese Personen ein höheres Risikoverhalten: 27 % der Generation Z haben bereits Wetten abgeschlossen oder tun dies derzeit, was über den Werten der Millennials (22 %), der Generation X (10 %) und der Boomer (4 %) liegt.







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