Keiko Fujimori baut ihren Vorsprung im Endspurt der Auszählung aus

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Keiko Fujimori, die Tochter des verstorbenen ehemaligen Präsidenten Perus, Alberto Fujimori, wird die Wahl gewinnen (Foto: Fujimori)
Datum: 15. Juni 2026
Uhrzeit: 03:05 Uhr
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Autor: Redaktion
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Keiko Fujimori baut ihren Vorsprung in der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru auf 18.832 Stimmen gegenüber dem Linken Roberto Sánchez aus. Das endgültige Ergebnis steht noch aus, da die Wahlgerichte über beanstandete und angefochtene Wahlprotokolle entscheiden müssen. Das Nationale Wahlamt (ONPE) hat die Auszählung der ausstehenden Stimmzettel abgeschlossen, doch hängt das endgültige Ergebnis noch von der Überprüfung von 1.308 beanstandeten und angefochtenen Stimmzetteln ab. Der knappe Vorsprung hält die politische Spannung in einem Land aufrecht, das zwischen der Kandidatin von Fuerza Popular und dem Kandidaten von Juntos por el Perú gespalten ist. Der Abstand zwischen den beiden Kandidaten beträgt 0,104 Prozentpunkte, ein minimaler Abstand, der die politische Spannung und die Bedeutung der noch zu klärenden Wahlprotokolle erklärt.

Die ONPE hat den Prozess in die Hände der Sonderwahlgerichte (JEE) gelegt, die die an den Wahlurnen festgestellten Unregelmäßigkeiten klären müssen. Von den 1.308 beanstandeten und angefochtenen Protokollen entfallen 1.211 Protokolle auf Wahllokale in Peru. Die Stimmen der im Ausland lebenden Peruaner haben jedoch das vorläufige Ergebnis zugunsten der rechtsgerichteten Kandidatin verschoben. Wie erwartet prangert Sánchez mögliche Unregelmäßigkeiten an und schlägt eine gemeinsame Nachzählung vor, eine Option, die von Fujimori abgelehnt wird. Sánchez wirft Fuerza Popular vor, Stimmen aus dem Süden des Landes, einer für seine Kandidatur günstigen Region, für ungültig erklären zu wollen. Seine Partei versichert zudem, mögliche Unregelmäßigkeiten in Lima und bei der Auslandswahl festgestellt zu haben, wo sie die Ungültigerklärung mehrerer Wahllokale beantragt hat.

Fujimori ihrerseits hat den Vorschlag von Sánchez abgelehnt, gemeinsam eine Neuauszählung der Stimmen zu beantragen. Die Kandidatin argumentiert, dass die Wahlordnung nur die Überprüfung der Protokolle zulasse, die von der Dezentralen Wahlbehörde (Oficina Descentralizada de Procesos Electorales) unter der Aufsicht der ONPE beobachtet wurden. Die rechtsgerichtete Kandidatin erklärte gegenüber lokalen Medien, dass die Haltung von „Juntos por el Perú“ eine falsche Auslegung des Wahlrechts offenbare. „Ich glaube, was seitens ‚Juntos por el Perú‘ gefehlt hat, ist eine genauere Lektüre des Gesetzes und der Vorschriften“, so Fujimori.

Die Vorsitzende von Fuerza Popular gab zudem in den sozialen Netzwerken bekannt, dass sie das Land für einige Tage verlassen habe, um ihre 18-jährige Tochter auf einer Familienreise zu begleiten, während sie auf den formellen Abschluss des Wahlprozesses wartete. Das endgültige Ergebnis bleibt so lange offen, bis die Wahlgerichte über die noch ausstehenden Wahlprotokolle entschieden haben. Derzeit liegt Fujimori in einer Stichwahl, die von einem knappen Ergebnis und gegenseitigen Vorwürfen geprägt ist, mit einem Vorsprung von 18.832 Stimmen in Führung.

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