Die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in Lateinamerika und der Karibik beliefen sich im Jahr 2025 auf 194,233 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Jahresbericht der CEPAL hebt die Widerstandsfähigkeit der Region in einem internationalen Kontext hervor, der von Unsicherheit und geopolitischen Spannungen geprägt ist. Die Region verzeichnete im Jahr 2025 weiterhin einen positiven Trend bei den Zuflüssen ausländischen Kapitals, wenn auch mit erheblichen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern und Wirtschaftssektoren. Die Daten zeigen eine starke Konzentration der Kapitalströme auf die wichtigsten lateinamerikanischen Volkswirtschaften.
Brasilien und Mexiko sind führend bei der Gewinnung ausländischer Investitionen
Laut dem Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) erhielt Brasilien im vergangenen Jahr 77,676 Milliarden Dollar und Mexiko 43,221 Milliarden Dollar an ausländischen Direktinvestitionen. Auf diese beiden Länder entfielen zusammen 62 % aller in der Region eingegangenen ausländischen Investitionen. Neben Brasilien und Mexiko ragten Chile, Peru, Kolumbien, Guyana, Costa Rica und die Dominikanische Republik heraus, auf die ein erheblicher Teil der regionalen Kapitalströme entfiel.
USA und Europa stellen zwei Drittel des Kapitals
Der Bericht zeigt, dass die USA und Europa im Jahr 2025 weiterhin die wichtigsten Investoren in Lateinamerika und der Karibik waren. Insgesamt trugen beide Regionen 67 % des eingegangenen ausländischen Kapitals bei, wobei 35 % aus den USA und 32 % aus Europa stammten. Die Daten spiegeln die strategische Bedeutung Lateinamerikas für internationale Unternehmen wider, trotz des globalen Umfelds hoher wirtschaftlicher Unsicherheit.
Der Dienstleistungssektor bündelt mehr als die Hälfte der Investitionen
Nach Wirtschaftssektoren entfielen auf den Dienstleistungssektor 53 % der im Jahr 2025 verzeichneten ausländischen Direktinvestitionen. Das verarbeitende Gewerbe machte 31 % des Gesamtvolumens aus, während auf den Rohstoffsektor die restlichen 16 % entfielen. Die CEPAL betont, dass die meisten Länder in Südamerika und Mittelamerika einen Anstieg der Investitionsströme verzeichneten, während die Ergebnisse in der Karibik uneinheitlicher ausfielen.
Lateinamerikanische Investitionen im Ausland steigen
Die Unternehmen der Region steigerten ihre Investitionen außerhalb ihrer Landesgrenzen zum dritten Mal in Folge. Die Auslandsdirektinvestitionen beliefen sich im Jahr 2025 auf 62,286 Milliarden Dollar. Diese Zahl entspricht einem Anstieg von 19,3 % gegenüber 2024 und stellt das zweitgrößte seit 2010 verzeichnete Auslandsinvestitionsvolumen dar, was die internationale Expansion lateinamerikanischer Unternehmen festigt.







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