Abelardo de la Espriella versicherte, dass Kolumbien am kommenden 7. August, wenn er das Präsidentenamt übernimmt, dem „Escudo de las Américas“ beitreten werde. Der vorläufige Wahlsieger hat zudem die Übergangsarbeiten mit der Regierung von Gustavo Petro sowie die Zusammenstellung seines Kabinetts in Angriff genommen. Der Schild Amerikas (Shield of the Americas, offiziell auch Americas Counter Cartel Coalition genannt) ist eine von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene multinationale Militär- und Sicherheitsallianz. Der vorläufige Sieg von De la Espriella schlägt sich nun in politischen Ankündigungen von internationaler Tragweite nieder. Der designierte Präsident bestätigte, dass seine künftige Regierung die kolumbianische Sicherheitsstrategie an die von den USA im Rahmen des „Escudo de las Américas“ vorangetriebene Strategie anpassen werde – einer regionalen Koalition, die zur Bekämpfung des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität gegründet wurde.
In einem Beitrag im sozialen Netzwerk X erklärte De la Espriella, dass Kolumbien der vom US-Präsidenten Donald Trump geförderten regionalen Initiative beitreten werde. Wie er erklärte, soll der Beitritt am kommenden 7. August erfolgen, dem Tag, an dem er offiziell das Amt des kolumbianischen Präsidenten als Nachfolger von Gustavo Petro antreten wird. Die von Washington vorangetriebene Koalition wurde im März dieses Jahres unter Beteiligung konservativ orientierter Regierungen aus Ländern wie Argentinien, Chile, Ecuador und El Salvador vorgestellt. Damals schloss sich Kolumbien dem Projekt nicht an.
Trump feiert den Wahlsieg in Kolumbien
Der künftige kolumbianische Staatschef erhielt während des Wahlkampfs die ausdrückliche Unterstützung von Donald Trump, der sogar einen Teil des Wahlergebnisses dem Einfluss seines politischen Projekts zuschrieb. Der US-Präsident bezeichnete De la Espriella als einen zukünftigen „großen Präsidenten“ und versicherte, dass die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern besser sein werden als in den letzten Jahren. Die künftigen Beziehungen zwischen Bogotá und Washington deuten auf eine Phase verstärkter Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Drogenbekämpfung hin. Die Beziehungen zwischen beiden Regierungen waren während der Amtszeit von Gustavo Petro von Spannungen geprägt, insbesondere in Fragen des Kampfes gegen den Drogenhandel und der regionalen Sicherheitspolitik.
So sehen die vorläufigen Wahlergebnisse aus
Die nationale Wahlbehörde teilte mit, dass die Auszählung auf kommunaler Ebene zu 99,997 % mit der am Wahlabend veröffentlichten vorläufigen Auszählung übereinstimmt. Die vorläufigen Daten zeigen Abelardo de la Espriella als Sieger der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen mit einem sehr knappen Vorsprung vor dem linken Kandidaten Iván Cepeda (48,70 %). Der Abstand zwischen den beiden Kandidaten liegt bei rund 250.000 Stimmen – einer der knappsten in der jüngeren Geschichte Kolumbiens.
Die Gespräche zur Regierungsbildung beginnen
Der designierte Präsident bestätigte, dass er bereits Gespräche führt, um den Übergang von der scheidenden Regierung vorzubereiten und die Mitglieder seiner künftigen Exekutive festzulegen. Zu den ersten bekannten Treffen zählt ein Treffen in Barranquilla mit dem in Kolumbien geborenen US-amerikanischen republikanischen Senator Bernie Moreno, mit dem er Fragen im Zusammenhang mit Sicherheit und Migration erörterte. Bislang wurden noch keine Namen für Ministerposten oder hohe Ämter in der neuen Regierung bekannt gegeben, obwohl das Team des gewählten Präsidenten versichert, dass der Prozess bereits im Gange ist.







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