Paraguay festigt zunehmend seine Position als strategischer Standort für italienische Industrieinvestitionen in Südamerika, dank seiner Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Steuern, Energie, Logistik und Ressourcenverfügbarkeit. Dies betonte der Präsident der Handelskammer, Dr. Fernando Beconi, kürzlich in einem Interview mit der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos. Im Interview erklärte Beconi, dass Paraguay derzeit als wichtiger Einstiegspunkt für europäische Unternehmen dient, die ihre Geschäftstätigkeit in der Mercosur-Region und auf dem südamerikanischen Markt insgesamt ausbauen möchten. Laut Beconi ist einer der Hauptfaktoren, der das Land für Investitionen attraktiv macht, sein Reichtum an Rohstoffen, Rohwaren und Bodenschätzen. In diesem Zusammenhang erklärte er, dass Paraguay nicht nur als Vertriebskanal für andere Mercosur-Märkte dient, sondern auch günstige Bedingungen für die Ansiedlung von Industriebetrieben und die Entwicklung lokaler Produktionsprozesse bietet.
Beconi hob zudem das günstige Geschäftsklima in Paraguay hervor, insbesondere aufgrund der geringen Steuerbelastung. Er wies darauf hin, dass die Steuerbelastung des südamerikanischen Binnernstaates unter 10 % liege und wichtige Steuern wie die Mehrwertsteuer und die Einkommensteuer im Vergleich zu anderen Märkten in der Region und weltweit in einem äußerst wettbewerbsfähigen Rahmen blieben. Er betonte ferner, dass es Investitionsanreize zur Gewinnung von ausländischem Kapital gebe, die in bestimmten Fällen die Steuerbelastung erheblich senken und so die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter stärken könnten. Ein weiterer wichtiger Vorteil, der hervorgehoben wurde, waren die niedrigen Energiekosten, die als entscheidender Faktor für die industrielle Entwicklung gelten. Laut Beconi stellt dies einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber den hohen Energiekosten dar, mit denen Unternehmen in Europa und auf anderen internationalen Märkten derzeit konfrontiert sind.
In Bezug auf die Handelsaussichten wies der Kammerpräsident darauf hin, dass derzeit Anstrengungen unternommen werden, um ein bilaterales Abkommen zwischen Italien und Paraguay zur Vermeidung der Doppelbesteuerung abzuschließen. Diese Maßnahme würde dazu beitragen, die Rechtssicherheit zu stärken und Investoren mehr Garantien zu bieten. Er hob zudem die Chancen hervor, die sich aus dem Abkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union ergeben könnten, sowie das Wachstumspotenzial des Marktes für Emissionszertifikate. Im Bereich der Infrastruktur betonte Beconi die strategische Bedeutung des Biozeanischen Korridors, eines Projekts, das den Atlantik und den Pazifik über Brasilien, Paraguay, Argentinien und Chile verbinden wird.
Das Projekt, so erklärte er, entwickle sich zu einer äußerst wichtigen Logistikroute für den regionalen und internationalen Handel und biete eine strategische Alternative zum Panamakanal für den Frachttransit im Südkegel. Die Ausführungen des Kammerpräsidenten untermauern das Bild von Paraguay als einem Land mit großem Potenzial für produktive Investitionen und festigen dessen Ruf als wettbewerbsfähiger, stabiler und wachstumsstarker Markt für die italienische und europäische Industrie.







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