Das doppelte Erdbeben in Venezuela hat nach Angaben der venezolanischen Behörden bereits 920 Tote und 3.360 Verletzte gefordert, während die UNO von mehr als 50.000 Vermissten ausgeht. Spanien hält seinen Notfallplan aufrecht und fordert seine Bürger erneut auf, sich an die konsularischen Notdienste zu wenden. Die Opferbilanz des doppelten Erdbebens, das Venezuela am vergangenen Mittwoch erschütterte, erhöht sich weiter, während die Such- und Rettungsarbeiten voranschreiten. Die venezolanischen Behörden haben die Zahl der Todesopfer am Freitag auf 920 erhöht, während die Vereinten Nationen warnen, dass Zehntausende Menschen weiterhin vermisst werden.
Zunehmend ernstere Bilanz nach dem doppelten Erdbeben
Der Präsident der Nationalversammlung Venezuelas, Jorge Rodríguez, aktualisierte am Freitag die offizielle Bilanz der Katastrophe und bezifferte die Zahl der Toten auf 920 und die der Verletzten auf 3.360 nach dem doppelten Erdbeben der Magnituden 7,2 und 7,5, einem der stärksten Erdbeben, die in dem Land seit über einem Jahrhundert registriert wurden. Die Behörden räumen ein, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird, da Tausende von Menschen weiterhin vermisst werden. Der Leiter der humanitären Hilfe der UNO, Tom Fletcher, wies darauf hin, dass Schätzungen von mehr als 50.000 Vermissten ausgehen, während die internationale Organisation die Notwendigkeit einer „beispiellosen“ humanitären Hilfsaktion betont.
Rettungskräfte arbeiten weiterhin in den Trümmern verschiedener Städte im Norden des Landes, wo immer wieder Überlebende gefunden werden, darunter auch mehrere Kinder. Die Behörden haben zudem vorsorgliche Evakuierungen von Gebäuden angeordnet, sogar in Gebieten des brasilianischen Amazonasgebiets, da die Gefahr von Bauschäden besteht. In La Guaira, einer der am stärksten vom Erdbeben betroffenen Regionen, bleibt der Hauptflughafen geschlossen, was die Ankunft internationaler Hilfe weiterhin erschwert.
Die internationale Hilfe trifft weiterhin im Land ein
Die venezolanische Regierung hat um Unterstützung mit schwerem Gerät gebeten, um die Rettungsarbeiten zu erleichtern, und hat Hilfsangebote von zahlreichen Ländern erhalten, darunter Spanien, die Vereinigten Staaten und die Dominikanische Republik, deren Spezialteams bereits vor Ort im Einsatz sind. Unterdessen suchen Tausende von Menschen inmitten einer Szene enormer Verwüstung weiterhin nach vermissten Angehörigen, während die Rettungskräfte ihre Einsätze fortsetzen, um noch Überlebende unter den eingestürzten Gebäuden aufzufinden.
Spanien setzt den Notfalleinsatz fort
Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten gibt die Zahl der nach dem Erdbeben ums Leben gekommenen Spanier weiterhin mit vier an, erhöht die Zahl der Vermissten auf 106 und bestätigt, dass 14 Personen unter den Trümmern eingeschlossen sind, deren Ortung für die Rettungskräfte oberste Priorität hat. Das Ministerium hat zudem den Aufruf an alle Spanier, die sich noch in Venezuela aufhalten, bekräftigt, sich mit den konsularischen Notdiensten in Verbindung zu setzen, um ihre Lokalisierung zu erleichtern und ihnen im Bedarfsfall Hilfe zu leisten. Spanien hat einen umfassenden Notfallplan aktiviert, der den Einsatz eines Militärflugzeugs vorsieht, an Bord dessen sich Angehörige der Militärischen Notfalleinheit (UME), Feuerwehrleute aus Madrid und Mitarbeiter der AECID befinden; zudem arbeitet man an der Rückführung der betroffenen Bürger. Die Regierung koordiniert ihre Maßnahmen zudem über den Europäischen Katastrophenschutzmechanismus und hat die Aufstellung eines Feldlazaretts angeboten, um die medizinische Versorgung in den am stärksten betroffenen Gebieten zu verstärken.
Die Leiterin des Kanarischen Büros gehört zu den Opfern
Zu den Todesopfern zählt Isabel Jara, Leiterin des Vertretungsbüros der Kanarischen Inseln in Venezuela, deren Tod von der Regierung der Kanarischen Inseln bestätigt wurde, obwohl dies von der Zentralregierung noch nicht offiziell bestätigt wurde. Die Sucharbeiten werden unermüdlich fortgesetzt, während das Land mit einer der schlimmsten Naturkatastrophen seiner jüngeren Geschichte konfrontiert ist und die internationale Gemeinschaft die Lieferung humanitärer Hilfe verstärkt.







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