Mastercard hat Agent Pay for Machines (AP4M) vorgestellt, eine neue Lösung für autonom abgewickelte Zahlungen zwischen Agenten künstlicher Intelligenz. Die Initiative zielt darauf ab, ein Szenario zu unterstützen, in dem Software ohne menschliches Eingreifen Einkäufe tätigt und Dienstleistungen in Auftrag gibt, wodurch der Einsatz von KI bei digitalen Transaktionen ausgeweitet wird. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Technologie entwickelt, um programmatische Zahlungen mit geringem Wert und hoher Frequenz, einschließlich Mikrotransaktionen, zu verarbeiten, wobei Autorisierung, Abwicklung und Abrechnung in Echtzeit über das globale Netzwerk von Mastercard erfolgen.
„Der Agent Pay for Machines wird die Voraussetzungen für eine explosionsartige Zunahme von KI-Geschäftsmodellen schaffen. Zahlungen zwischen Maschinen können den Kauf und Verkauf von Dienstleistungen zwischen Akteuren in einer Größenordnung ermöglichen, die sich grundlegend von den heutigen Zahlungen unterscheidet – mit sehr hohen Volumina, sehr niedrigen Beträgen, hoher Geschwindigkeit und extrem geringer Latenz“, erklärt Jorn Lambert, Chief Product Officer bei Mastercard.
KI treibt die Automatisierung von Einkäufen voran
Mastercard geht davon aus, dass KI-Agenten nicht mehr nur als Assistenten fungieren, sondern komplette Aufgaben im Namen von Nutzern und Unternehmen übernehmen. Zu den vom Unternehmen vorgestellten Beispielen gehört die automatische Beauftragung von Dienstleistungen zur Gründung eines Online-Unternehmens, einschließlich des Kaufs von Domains, Hosting, Bildern und Zahlungssystemen. Ein weiterer Anwendungsfall betrifft logistische Abläufe, bei denen KI-Agenten Fracht beauftragen, Ladeplattformen reservieren und Lagergebühren während des Warentransports begleichen könnten. In diesem Modell werden die Transaktionen nicht mehr direkt von Menschen initiiert, sondern finden kontinuierlich zwischen Systemen statt, gemäß zuvor festgelegter Regeln.
Plattform vereint Authentifizierung, Autorisierung und Abwicklung
„Agent Pay for Machines“ wurde auf der Infrastruktur des Programms „Agent Pay“ entwickelt, das 2025 von Mastercard eingeführt wurde, und umfasst Funktionen zur Identifizierung von KI-Agenten, zur Festlegung von Ausgabenlimits, zur Autorisierung von Zahlungen und zur Abwicklung von Transaktionen über verschiedene Kanäle, darunter Karten, Bankkonten und Stablecoins. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Lösung entwickelt, um der Nachfrage nach automatisierten Zahlungen in KI-Anwendungen gerecht zu werden und dabei Sicherheits- und Governance-Mechanismen aufrechtzuerhalten, die mit dem Finanzumfeld kompatibel sind.
Brasilien beteiligt sich an den ersten Tests
In Brasilien gibt das Unternehmen an, bereits Transaktionen unter Nutzung der „Agent Pay“-Infrastruktur in Zusammenarbeit mit Itaú und Santander durchgeführt zu haben. Laut Mastercard umfassten die Tests reale Einkäufe in verschiedenen Segmenten und bewiesen die Machbarkeit von Zahlungen, die von KI-Agenten initiiert wurden. Nach Angaben des Unternehmens untermauert die Initiative die Strategie zur Entwicklung einer Infrastruktur für den KI-basierten digitalen Handel, die es Agenten ermöglicht, Zahlungen sicher und automatisiert durchzuführen.







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