Brasilien und Frankreich haben am Mittwoch (1.) offiziell bekannt gegeben, dass die Visumpflicht für brasilianische Staatsbürger bei der Einreise nach Französisch-Guayana ab dem 31. Juli aufgehoben wird. Das Abkommen wurde vom brasilianischen Außenminister Mauro Vieira und dem französischen Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Jean-Noël Barrot, bei einem Treffen im Außenministerium (Itamaraty) unterzeichnet. Die Maßnahme ist Teil eines Aktionsplans zur Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich der öffentlichen Sicherheit an der Grenze zwischen Brasilien und Französisch-Guayana mit dem Ziel, die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität in der Region zu bekämpfen.
Laut Mauro Vieira stellt die Visumbefreiung einen Fortschritt in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern dar und entspricht einer langjährigen Forderung der in der Grenzregion lebenden Bevölkerung. „Dies ist ein historischer Meilenstein in unseren Beziehungen, der den Wünschen der Bevölkerung sowohl auf brasilianischer Seite, insbesondere im Bundesstaat Amapá, als auch auf der Seite von Guyana gerecht wird“, erklärte der Minister. Er sagte, die Maßnahme solle den regulären Personenverkehr zwischen den beiden Gebieten fördern, die regionale Entwicklung ankurbeln und zur Bekämpfung der Kriminalität beitragen. „Die Visumbefreiung wird den legalen Grenzübertritt fördern und zur Entwicklung von Amapá und Guyana beitragen. Sie wird auch zur Bekämpfung der Kriminalität an der Grenze beitragen, indem sie eine bessere Erfassung und Sammlung von Informationen ermöglicht“, fügte er hinzu.
Während der Zeremonie erklärte Jean-Noël Barrot, dass Brasilien und Frankreich nicht nur eine gemeinsame Grenze teilen, sondern auch die Verantwortung, die Sicherheit der lokalen Bevölkerung zu gewährleisten, die Umwelt zu schützen und die Entwicklung der Grenzregion zu fördern. Neben der Sicherheitsagenda erörterten die Außenminister die Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen Brasilien und Frankreich in den Bereichen Verteidigung, Industrie, Innovation, Energie, kritische Mineralien und Supercomputing.







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