Der durchschnittliche Brasilianer „lebt“ 52 Jahre lang mit einer Internetverbindung. Dies ergab eine Untersuchung des Cybersicherheitsunternehmens NordVPN, das analysierte, wie viel Zeit Menschen weltweit online verbringen. In Brasilien ist der Durchschnittsbürger auf dem besten Weg, genau 52 Jahre, 9 Monate und 16 Tage seines Lebens im Internet zu verbringen. Diese Zahl entspricht einem Anstieg um 11 Jahre, 6 Monate und 3 Tage im Vergleich zur gleichen Studie aus dem Jahr 2022. Die aufgeführten Aktivitäten sind unzählbar und reichen vom Scrollen durch den Feed bis hin zum Anschauen von Videos, Serien und Filmen – was um 7 Uhr morgens beginnt und gegen 21 Uhr endet. Berücksichtigt man die durchschnittliche Lebenserwartung der Brasilianer von 76 Jahren, so macht die Online-Zeit mehr als zwei Drittel des Lebens aus – der Landesdurchschnitt liegt damit vor anderen Regionen wie Mexiko, den USA und Australien.
„Ein halbes Jahrhundert online zu verbringen ist nicht nur eine Statistik. Es ist eine grundlegende Veränderung der menschlichen Erfahrung“, erklärt Marijus Briedis, Technologiedirektor bei NordVPN. Dies wird noch durch das fehlende Schuldgefühl der Brasilianer untermauert, einen Großteil ihres Tages und ihres Lebens online zu verbringen; das Land hat keine relevanten Daten dazu vorgelegt, inwieweit Schuldgefühle bestehen, wenn man Zeit online verbringt, anstatt anderen Aktivitäten nachzugehen.
Was machen die Brasilianer online?
Die Online-Zeit in Brasilien wird von Unterhaltung dominiert, wobei künstliche Intelligenz jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die durchschnittliche wöchentliche Zeit pro Aktivität beträgt:
Soziale Netzwerke: 12 Std. 19 Min.;
Streaming (Serien/Filme): 11 Std. 28 Min.;
Online-Videos: 10 Std. 49 Min.;
Musik: 8 Std. 32 Min.;
KI-Chatbots: 2 Std. 50 Min.
Der Technologiedirektor von NordVPN betont zudem, dass wir angesichts dieser umfangreichen Internetnutzung Zeugen der Kolonisierung unserer Zeit durch digitale Plattformen werden, wobei die Grenze zwischen „realem Leben“ und „Online-Leben“ praktisch verschwunden ist, was uns anfälliger denn je macht.
Offenlegung von Daten im Internet
Die Offenlegung ist ein weiterer Punkt, den die Umfrage aufzeigt. Die Studie zeigt, dass 82 % der Brasilianer bereits ihren vollständigen Namen online veröffentlicht haben, 78 % ihr Geburtsdatum geteilt haben und 63 % ihre vollständige Wohnadresse auf verschiedenen digitalen Plattformen angegeben haben. Diese Bereitschaft zum Datenaustausch bleibt bestehen, obwohl 33 % der Brasilianer zugeben, dass sie keinen einzigen Tag offline verbringen können. Diese ununterbrochene Verbindung hat letztendlich die Gewohnheit des „zweiten Bildschirms“ gefestigt: Heute geben 35 % der Menschen zu, dass sie ihre Aufmerksamkeit zwischen Filmen und Serien im Fernsehen und dem Scrollen durch die Feeds in den sozialen Netzwerken aufteilen.
Künstliche Intelligenz ist ein weiterer Schwerpunkt. Briedis hebt hervor, dass viele Menschen zwar beim Teilen beruflicher Informationen mit KI-Tools vorsichtig sind – nur 5 % geben an, bereits vertrauliche Dokumente gesendet zu haben –, bei persönlichen Informationen jedoch in der Regel deutlich offener sind. Angesichts der vielen Zeit, die Brasilianer täglich mit Online-Aktivitäten verbringen, und der Risiken, die sich im Zeitalter der künstlichen Intelligenz abzeichnen, empfiehlt Briedis folgende Maßnahmen:
Datenlecks und mögliche Anzeichen für Identitätsdiebstahl überwachen;
Zuverlässige Cybersicherheitssoftware und -tools wie VPNs nutzen;
Links, E-Mails und unaufgeforderte Nachrichten überprüfen, bevor man darauf klickt oder antwortet;
Vermeiden Sie es, sensible persönliche oder finanzielle Informationen über KI-Tools und Online-Plattformen weiterzugeben;
Bleiben Sie wachsam gegenüber der Weiterentwicklung von Phishing-Betrug.
Schützen Sie sensible Unterhaltungen und persönliche Daten im Internet.
Über die Studie
Die Studie wurde von NordVPN in Auftrag gegeben und von Cint zwischen dem 1. und 17. April 2026 durchgeführt. Mehr als 20.000 Internetnutzer in 20 Ländern nahmen an der Studie teil, was deren globale Reichweite unterstreicht. In Brasilien umfasste die landesweit repräsentative Stichprobe 1.003 Befragte im Alter zwischen 18 und 74 Jahren, wobei Quoten nach Alter, Geschlecht und Wohnort festgelegt wurden.







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