Die größte Flussinsel der Welt liegt in Südamerika, zwischen den brasilianischen Bundesstaaten Tocantins und Mato Grosso. Umgeben von den Flüssen Araguaia und Javaés erstreckt sich die „Ilha do Bananal“ über eine Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern – eine Fläche, die größer ist als die vieler Länder und der Größe Israels entspricht. Die „Insel der Bananenplantage“ entstand durch die Aufspaltung des Flusses Araguaia in zwei Arme und gilt als die größte Insel der Welt, die ausschließlich von Flüssen umgeben ist. Neben ihrer enormen Fläche zeichnet sich die Region durch ihren ökologischen Reichtum aus: Sie vereint Merkmale der Biome Amazonas und Cerrado und beherbergt Hunderte von Arten der brasilianischen Fauna und Flora.
Ein Großteil der „Ilha do Bananal“ steht unter Naturschutz, darunter der Nationalpark Araguaia. Das Gebiet beherbergt zudem indigene Gebiete, die von Völkern wie den Karajá, Javaé und Avá-Canoeiro bewohnt werden, welche ihre kulturellen Traditionen bewahren und eine entscheidende Rolle beim Umweltschutz der Region spielen. Die Hochwasserzeit der Flüsse verwandelt die Landschaft der Insel und schafft ausgedehnte Überschwemmungsgebiete, die die Fortpflanzung von Fischen, Vögeln und anderen Tieren begünstigen. In der Trockenzeit entstehen entlang des Araguaia Flussstrände, die Besucher anziehen, die sich für Ökotourismus, Sportangeln und Naturbeobachtung interessieren.
Die Insel Bananal, die von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt ist und auf der Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung der Ramsar-Konvention steht, gilt als einer der wichtigsten Rückzugsorte der brasilianischen Artenvielfalt und als eines der größten Naturerbe Südamerikas.







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