Die designierte Präsidentin Perus, Keiko Fujimori, erklärte, dass ihre künftige Regierung die Unterstützung der Vereinigten Staaten bei Sicherheitsoperationen auf peruanischem Territorium genehmigen könnte und bestätigte das Interesse des Landes am Beitritt zum „Escudo de las Américas“, einer regionalen Initiative, die vom derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump gefördert wird. In einem Interview brachte Fujimori eine mögliche militärische Zusammenarbeit mit Washington mit der Bekämpfung des Drogenhandels, der organisierten Kriminalität und anderer Bedrohungen für die innere Sicherheit Perus in Verbindung. Auf die Frage, inwieweit sie bereit sei, die Unterstützung der Vereinigten Staaten anzunehmen – auch angesichts der Möglichkeit von Angriffen auf peruanischem Staatsgebiet –, erklärte Fujimori, dass jede Maßnahme von den verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Bestimmungen des Landes abhänge. „Die Unterstützung wird in dem Maße zugelassen, wie es die Verfassung und die Gesetze unseres Landes zulassen“, erklärte sie. Anschließend bekräftigte sie ihre Absicht, Peru näher an die von der Trump-Regierung organisierte Koalition heranzuführen. „Ebenso haben wir Interesse daran, dem ‚Escudo de las Américas‘ beizutreten“, fügte sie hinzu.
Von Trump geförderte Sicherheitsinitiative
Der „Schild der Amerikas“ wurde von der Regierung der Vereinigten Staaten als Kooperationsrahmen zwischen den Ländern des Kontinents in den Bereichen Sicherheit, Nachrichtendienst, Migrationskontrolle sowie Bekämpfung von Kartellen und transnationalen kriminellen Organisationen vorgestellt. Die Initiative zielt darauf ab, den Informationsaustausch zwischen den teilnehmenden Regierungen auszuweiten und Maßnahmen gegen Drogenhandel, Terrorismus, illegalen Bergbau, Waffenhandel und andere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen zu koordinieren. Fujimori erklärte, dass ein möglicher Beitritt Perus zu dieser Koalition Chancen eröffnen könnte, die Sicherheitsinstitutionen zu stärken und „den Frieden im Land wiederherzustellen“.Diese Erklärung deutet darauf hin, dass die nächste peruanische Regierung die politische und militärische Annäherung an Washington vertiefen will, insbesondere in Bereichen wie Verteidigung, Nachrichtendienst und Bekämpfung des internationalen Drogenhandels.
Peru ist ein wichtiger Nicht-NATO-Verbündeter der Vereinigten Staaten
In Bezug auf die militärischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hob Fujimori den Status hervor, den die Trump-Regierung Peru gewährt hat. Das Land wurde von den Vereinigten Staaten offiziell als „wichtiger Nicht-NATO-Verbündeter“ eingestuft – eine Kategorie, die weder einer Mitgliedschaft noch einem Beobachterstatus in der Nordatlantik-Vertragsorganisation entspricht. Die Ernennung wurde im Januar 2026 von Donald Trump offiziell bestätigt und ermöglicht eine Ausweitung der militärischen Zusammenarbeit, einen leichteren Zugang zu bestimmten Verteidigungsgütern sowie die Vertiefung gemeinsamer Sicherheitsprogramme. Der Mechanismus bezieht Peru jedoch nicht in die kollektiven Verteidigungsklauseln der NATO ein. Es handelt sich um eine in der US-Gesetzgebung vorgesehene Einstufung für Länder, die im militärischen Bereich als strategische Partner der Vereinigten Staaten gelten.
Fujimori vergleicht Peru und Kolumbien
Während des Interviews verglich Fujimori die Sicherheitsherausforderungen Perus mit denen Kolumbiens, eines Landes, das von den Vereinigten Staaten umfangreiche finanzielle, militärische und logistische Unterstützung bei Programmen zur Bekämpfung des Drogenhandels erhalten hat. „In Peru müssen wir, genau wie in Kolumbien, dem organisierten Verbrechen entgegentreten und es bekämpfen“, erklärte sie. Die künftige Präsidentin deutete an, dass sie die regionale Zusammenarbeit mit Nachbarländern stärken und die peruanische Beteiligung an internationalen Sicherheitsmechanismen ausweiten wolle. Peru ist einer der weltweit größten Kokainproduzenten und sieht sich mit Organisationen konfrontiert, die am illegalen Kokaanbau, am internationalen Drogenhandel, am illegalen Bergbau und an Geldwäsche beteiligt sind. Die Präsenz dieser kriminellen Netzwerke ist besonders ausgeprägt in Amazonasregionen, Grenzgebieten und schwer zugänglichen Gebieten, in denen der Staat nur begrenzt handlungsfähig ist.
Möglichkeit ausländischer Operationen dürfte Debatte auslösen
Die von Fujimori bekundete Bereitschaft, US-amerikanische Unterstützung anzunehmen, auch bei Maßnahmen auf peruanischem Staatsgebiet, dürfte im Land politische und rechtliche Diskussionen auslösen. Die designierte Präsidentin selbst hat jede Initiative an die Einhaltung der Verfassung und der nationalen Gesetze geknüpft. Eine eventuelle direkte Beteiligung ausländischer Streitkräfte an innerstaatlichen Operationen würde von institutionellen Genehmigungen und der Festlegung der Grenzen der Zusammenarbeit abhängen. Die Äußerungen beziehen Peru zudem in die regionale Debatte über die Ausweitung des militärischen Einflusses der Vereinigten Staaten in Lateinamerika ein, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem die von der Trump-Regierung vorangetriebenen Sicherheitsstrategien verstärkt werden.
Mit ihrem Eintreten für den Beitritt zum „Escudo de las Américas“ macht Fujimori deutlich, dass die Bekämpfung des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität zu den Prioritäten ihrer Regierung gehören wird und dass Washington eine zentrale Rolle in der Außen- und Verteidigungspolitik der nächsten peruanischen Regierung einnehmen dürfte. Keiko Fujimori wurde am 3. Juli von der peruanischen Wahlkommission offiziell zur gewählten Präsidentin erklärt. Die Amtseinführung ist für den 28. Juli 2026 vorgesehen.







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