Rubin-Observatorium startet eine auf zehn Jahre angelegte Mission zur Erfassung des Universums

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Auf dem Pachón-Hügel im Elqui-Tal in Nordchile befindet sich das "Vera C. Rubin Observatory" (Foto: Rubin Observatory)
Datum: 16. Juli 2026
Uhrzeit: 12:24 Uhr
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Autor: Redaktion
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Auf einem Berggipfel in der chilenischen Region Coquimbo, wo sich über den Anden einige der dunkelsten Himmel der Welt erstrecken, hat ein riesiges Observatorium damit begonnen, das Unendliche zu filmen, um den ersten Film über das Universum zu erstellen.
Das Vera C. Rubin Observatory, ein Gemeinschaftsprojekt des NOIRLab der US-amerikanischen National Science Foundation und des SLAC National Accelerator Laboratory des US-Energieministeriums, startete am 29. Juni offiziell seine auf ein Jahrzehnt angelegte Vermessung des Nachthimmels. Ausgestattet mit einer riesigen Kamera mit 3,2 Milliarden Pixeln wird die Anlage alle drei bis vier Nächte den gesamten sichtbaren südlichen Himmel fotografieren und so eine ständig aktualisierte Aufzeichnung der kosmischen Veränderungen erstellen.

„Rubin ist eine neue Art, das Universum wirklich zu betrachten“, sagte Stuartt Corder, Missionswissenschaftler bei AURA in Chile und stellvertretender Direktor des NOIRLab. „Es liefert sozusagen einen Film vom Nachthimmel anstelle von Momentaufnahmen kleiner Teile des Himmels, wie es in der traditionellen Astronomie bisher üblich war.“ Rubin wird wiederholt riesige Bereiche des Himmels abtasten und verfolgen, wie sich Sterne, Galaxien und andere Objekte im Laufe der Zeit entwickeln, was laut Corder einen dynamischen Einblick in die Veränderungen von Messwerten und Objekten liefern wird.

Astronomen werden benachrichtigt, wenn ein Stern explodiert, ein Asteroid in der Nähe vorbeifliegt oder ein unbekanntes Objekt plötzlich auftaucht, und können es verfolgen. Die Forscher hoffen außerdem, dass Rubin dazu beitragen wird, einige der größten Geheimnisse des Universums zu lüften, darunter die Gewinnung weiterer Informationen über dunkle Materie und dunkle Energie, und gleichzeitig eine „Bestandsaufnahme“ der Objekte in unserem Sonnensystem und in der Galaxie zu erstellen. Corder erwartet, dass das Observatorium Wissenschaftlern helfen wird, mehr Asteroiden aus anderen Sonnensystemen zu beobachten und ein tieferes Verständnis unseres eigenen Sonnensystems zu gewinnen. „Wir werden vielleicht wirklich ein Verständnis dafür gewinnen, worin der Unterschied in der Zusammensetzung unseres Sonnensystems im Vergleich zu anderen Sonnensystemen besteht – und zwar anhand dieser Gesteinsbrocken, die zufällig hier vorbeifliegen, weil sie aus ihrem Sonnensystem hinausgeschleudert wurden“, sagte Corder.

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