FIFA erwägt Sanktionen gegen Argentinien wegen eines Banners über die Falklandinseln

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Das Denkmal zu Ehren der Gefallenen des Krieges befindet sich in Ushuaia (Foto: malvinasargentinas.gob.ar)
Datum: 16. Juli 2026
Uhrzeit: 12:52 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Einzug Argentiniens ins WM-Finale wurde von einer neuen Kontroverse begleitet. Die Feierlichkeiten der „Albiceleste“ nach dem hochverdienten 2:1-Sieg gegen England haben die Aufmerksamkeit der FIFA auf sich gezogen, nachdem die Spieler ein Transparent mit der Aufschrift „Die Malvinas gehören zu Argentinien“ entrollt hatten – eine Geste, die zu einer Disziplinarstrafe führen könnte. Der Weltverband muss nun prüfen, ob das Entrollen des Transparents gegen seine Vorschriften zu politischen Botschaften bei offiziellen Wettbewerben verstößt.

Die BBC berichtet von einer möglichen Geldstrafe durch die FIFA

Der britische Sender BBC berichtet, dass die FIFA erwägt, gegen die Nationalmannschaft von Argentinien eine Sanktion zu verhängen, weil nach dem Ende des WM-Halbfinales gegen England ein Transparent auf dem Rasen gezeigt wurde. Der von Gianni Infantino geleitete Verband verfolgt bei seinen Wettbewerben eine Politik der Neutralität und verbietet das Zeigen politischer Botschaften, weshalb er ein Disziplinarverfahren einleiten könnte, um den Vorfall zu untersuchen. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel wollte Nationaltrainer Lionel Scaloni jegliche außersportlichen Aspekte der Begegnung gegen England herunterzuspielen. Der Trainer versicherte, es sei nicht angebracht, das Spiel mit dem Streit um die Falklandinseln zu vermischen, und vertrat die Ansicht, dass die Begegnung ausschließlich aus sportlicher Sicht betrachtet werden müsse. Seine Äußerungen stehen im Gegensatz zu dem Bild nach dem Spiel, als das Transparent während der Feierlichkeiten auf dem Spielfeld entrollt wurde.

Der Konflikt um die Malvinas ist nach wie vor ungelöst

Argentinien und das Vereinigte Königreich führen einen langjährigen Streit um die Souveränität über die Malvinas-Inseln, die von den Briten als Falklandinseln bezeichnet werden. Im Jahr 1982 führten beide Länder einen Krieg um die Kontrolle über den Archipel, ein Konflikt, der mit einem militärischen Sieg Großbritanniens endete. Buenos Aires erhebt jedoch weiterhin Anspruch auf die Souveränität über das Gebiet und betrachtet die Inseln als integralen Bestandteil seines Staatsgebiets. Bislang hat die FIFA weder offiziell die Einleitung eines Disziplinarverfahrens bestätigt noch angekündigt, ob sie nach dem Entrollen des Transparents Maßnahmen gegen die argentinische Nationalmannschaft ergreifen wird.

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