Fitness-Apps sind mittlerweile fester Bestandteil des Alltags der meisten Brasilianer, die Sport treiben. Laut einer Umfrage von Maximum Boxing geben 70 % der Befragten an, diese Plattformen mindestens einmal pro Woche zu nutzen, um ihre Übungen zu protokollieren und ihre Trainingsfortschritte zu verfolgen. Die Umfrage zeigt, dass die am häufigsten genutzten Apps Smart Fit sind, die von 33 % der Teilnehmer genannt wurde, gefolgt von Strava (29,8 %) und Google Fit (23,8 %). Während die App der Fitnessstudio-Kette auf die Nachverfolgung von Trainingseinheiten vor Ort ausgerichtet ist, richtet sich Strava vor allem an Läufer und Radfahrer. Google Fit hingegen wird zur Erfassung von körperlichen Aktivitäten und Gesundheitskennzahlen genutzt.
Auch andere Plattformen zur Überwachung des Wohlbefindens gehören zu den meistgenutzten, wie Samsung Health (18,8 %) und Apple Fitness (15,6 %), die Kennzahlen wie Schritte, Schlaf und Energieverbrauch erfassen. Zu den Apps, die sich auf die Organisation des Trainings konzentrieren, gehören Gym Rats (15,2 %) und Growth – Ernährung und Training (5,4 %). Bei den geführten Trainings sind Queima Diária (11,8 %) und Adidas Training (10,6 %) die Highlights. Unter Läufern wurde neben Strava auch der Nike Run Club von 8,8 % der Befragten genannt.
Technologie hält mit dem Marktwachstum Schritt
Die Umfrage führt das Wachstum dieser Apps auf die Stärkung des Wellness-Marktes zurück. Laut dem Beratungsunternehmen GlobalData berücksichtigen 70 % der Verbraucher weltweit beim Kauf die Auswirkungen der Produkte auf Gesundheit und Wohlbefinden. In Brasilien zeigen Daten von Close-Up International, dass das Segment in den Apotheken in den zwölf Monaten bis August 2025 einen Umsatz von über 48 Milliarden R$ erzielte, nach einem Wachstum von 10,2 % in diesem Zeitraum. Der Sport-Lifestyle hat zudem die Entwicklung eines speziell auf diese Zielgruppe ausgerichteten Angebots vorangetrieben, wie die jüngste Ankündigung von Netshoes mit Nstyle zeigt – einer Plattform für den Verkauf von Laufbekleidung und Streetwear – sowie die Sportartikelmarke ASICS, die im Aufschwung des Wellness-Trends in Lateinamerika eine Chance zur Expansion sah.
Krafttraining und Laufen führen bei der Nutzung von Apps
Unter den von den Plattformen erfassten Sportarten stehen Krafttraining und Fitnessstudio an erster Stelle mit 60,8 % der Antworten. Laufen und Walken folgen mit 58,4 %. Danach folgen Dehnübungen und Beweglichkeit (30 %), funktionelles Training oder HIIT (24,8 %) sowie Radfahren (14,8 %). Der Studie zufolge weisen Aktivitäten, bei denen Indikatoren wie Belastung, Distanz, Zeit oder Wiederholungen gemessen werden können, eine höhere Akzeptanz digitaler Tools auf.
Apps steigern die Trainingshäufigkeit
Die wichtigste von den Nutzern wahrgenommene Auswirkung ist die erhöhte Trainingshäufigkeit, die von 53 % der Befragten genannt wurde. Weitere genannte Effekte sind:
Festlegung von Trainingszielen (48,8 %);
häufigere Erfassung der Aktivitäten (34,6 %);
Training auch ohne Lust (31,2 %);
das Gefühl, einen aktiveren Lebensstil zu führen (23 %);
Änderungen in der Ernährung (17,2 %);
Ansporn für Familie und Freunde, sich körperlich zu betätigen (13,4 %);
das Knüpfen neuer Freundschaften durch den Sport (13 %).
Laut Ferraz, Sprecher von Maximum Boxing, hilft es, die eigene Entwicklung zu verfolgen, um die Motivation aufrechtzuerhalten. „Wenn man seine Ergebnisse visualisieren, den eigenen Fortschritt verfolgen und neue Ziele setzen kann, findet man mehr Anreize, weiterhin körperlich aktiv zu bleiben.“ An der Umfrage nahmen 500 Brasilianer über 18 Jahre teil, die in allen Regionen des Landes leben und über einen Internetzugang verfügen. Die Umfrage wurde in den letzten Wochen durchgeführt, weist ein Konfidenzniveau von 95 % und eine Fehlermarge von 3,3 Prozentpunkten auf.







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