Am späten Samstagabend (18.) ist vor der Küste von Guyana eine Fähre mit 133 Passagieren an Bord gekentert. Die Behörden befürchten zahlreiche Tote, 67 Menschen – darunter 15 Kinder – konnten gerettet werden – keine weiteren Überlebenden wurden gefunden. Der Kapitän und weitere Besatzungsmitglieder befinden sich in Polizeigewahrsam, teilte der Minister für öffentliche Arbeiten, Juan Edghill, am späten Sonntagabend auf einer Pressekonferenz mit. „Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern noch an“, sagte Edghill. „An die Familien da draußen, die sich Sorgen um ihre Angehörigen machen: Wir tun alles, was menschlich möglich ist, um sie zu finden.“
Die „MV Barima“, die 116 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder an Bord hatte, kenterte vor der nordatlantischen Küste, etwa 7 Meilen von der Küste entfernt, während sie von der Hauptstadt Georgetown zum Dorf Port Kaituma unterwegs war, teilten die Behörden mit. Die Flugsicherung erhielt am Samstag gegen 23 Uhr einen Notruf von der Fähre, woraufhin eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet wurde. Edghill erklärte, die ersten Rettungsmaßnahmen seien durch die Dunkelheit und den Mangel an Schiffen mit Scannern, die nach Überlebenden suchen könnten, behindert worden, sodass sich die Retter auf ihr Sehvermögen und ihre Hörsinne verlassen mussten.
Unternehmen aus dem Öl- und Gassektor hätten inzwischen Schiffe mit Scannern eingesetzt, und die Regierung habe Taucher aktiviert, die in die Fähre eindringen, um nach Leichen zu suchen, so Edghill. Die Behörden haben zudem das Suchgebiet von 400 Quadratkilometern auf 1.040 Quadratkilometer (401 Quadratmeilen) ausgeweitet. Edghill beharrte am Sonntagnachmittag zunächst darauf, dass es keine Anzeichen für „Fahrlässigkeit“ seitens des Fährbetreibers gebe. Am Sonntagabend erklärte er jedoch, der Kapitän und mindestens ein weiteres Besatzungsmitglied seien positiv auf Marihuana getestet worden. Zudem waren einige der geretteten Personen nicht auf der Passagierliste der Fähre aufgeführt, was auf Ungenauigkeiten in der Passagierliste hindeutet und die Rettungsmaßnahmen erschwert, da die Behörden nicht wissen, nach wie vielen Personen sie suchen.







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