Brasilien erzielt Online-Videoumsätze in Milliardenhöhe

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Brasilianer verbringen Großteil ihres Lebens vor dem Bildschirm (Foto: Núcleo Ciência Pela Infância)
Datum: 24. Juli 2026
Uhrzeit: 13:57 Uhr
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Autor: Redaktion
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Brasilien festigt seine Position als einer der fortschrittlichsten Märkte Lateinamerikas im Wandel des digitalen Videokonsums. Mit durchschnittlich vier Stunden Videokonsum pro Nutzer und Tag, dem Vormarsch des Connected TV (CTV) und Verbrauchern, die mehrere Streaming-Plattformen gleichzeitig nutzen, verfügt das Land über die Voraussetzungen, um bis 2029 zum zweitgrößten internationalen Markt für FAST (Free Ad-Supported Streaming TV) gemessen am Umsatz zu entwickeln, Kanada zu überholen und einen Online-Video-Umsatz von 14,4 Milliarden US-Dollar zu erzielen – so die Prognosen von Omdia, einem in London ansässigen Forschungs- und Technologieberatungsunternehmen. Die Daten sind Teil des Berichts „Das Panorama des digitalen Videos in Lateinamerika 2026“, der firmeneigene Daten von MiQ, einem globalen Unternehmen für programmatische Medien, Marktinformationen und Prognosen aus verschiedenen Quellen zusammenführt, um zu analysieren, wie die Fragmentierung der Zielgruppen, die Entwicklung des Connected TV und die Veränderungen im Verbraucherverhalten die Medien- und Werbestrategien in der Region neu definieren.

Die Untersuchung zeigt, dass das Fernsehen wieder eine zentrale Rolle im Alltag der Verbraucher einnimmt, allerdings unter neuen Rahmenbedingungen. Derzeit greifen 95 % der lateinamerikanischen Nutzer über Smart-TVs auf Inhalte zu, während 45 % der YouTube-Nutzungszeit in der Region bereits über den Fernseher erfolgt, was die Konvergenz zwischen verschiedenen Bildschirmen und Plattformen verdeutlicht. Auch das Konsumverhalten unterliegt einem Wandel. Dem Bericht zufolge geben 59 % der Lateinamerikaner an, werbefinanzierte Modelle im Austausch für kostenlose oder kostengünstigere Inhalte zu bevorzugen, was den Vormarsch der Modelle AVOD (Advertising Video on Demand) und FAST untermauert. In Brasilien geht diese Entwicklung mit einer hohen Vernetzung der Verbraucher einher. Ein brasilianischer Haushalt nutzt im Durchschnitt 8,2 Streaming-Dienste, davon 4,6 kostenpflichtige und 3,6 kostenlose Plattformen, was ein wertorientiertes Verhalten und ein wachsendes Bedürfnis nach Flexibilität beim Konsum von Unterhaltungsangeboten widerspiegelt.

„Mit diesem Bericht wollen wir einen neuen Maßstab für unsere Branche in Lateinamerika setzen. Er vereint eine der umfassendsten Studien, die jemals zur Entwicklung des digitalen Videos in der Region durchgeführt wurden, und kombiniert Marktdaten, firmeneigene Analysen, regionale Benchmarks sowie Erkenntnisse von Branchenführern, um einen strategischen Überblick über das Ökosystem zu bieten“, erklärt Camilo Salah, Vizepräsident für Marketing in Lateinamerika bei MiQ. Für den brasilianischen Markt geht der Bericht davon aus, dass die Investitionen in CTV bis 2026 um 23,7 % steigen werden, angetrieben durch die Zunahme des Videokonsums in diesem Umfeld und die Entwicklung von Messgrößen, die Fernsehen, mobile Geräte und Desktop-Computer integrieren können. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Wandel der Wegführung bei der Entdeckung von Inhalten. Heute beginnt sie in den sozialen Netzwerken und auf YouTube, verläuft über mobile Geräte und endet häufig auf dem Smart-TV. In diesem neuen Szenario werden soziale Empfehlungen und Live-Sportinhalte zu zentralen Elementen für die Gewinnung und Bindung von Zuschauern und sind für jedes dritte neue Abonnement von Plattformen in Lateinamerika verantwortlich.

Obwohl der lateinamerikanische Werbemarkt bereits 40 Milliarden US-Dollar überschritten hat – wobei der digitale Bereich 56,4 % der Investitionen ausmacht –, hebt der Bericht hervor, dass das größte Hindernis für das Wachstum des Connected TV nicht im Mangel an Zuschauern liegt, sondern in der Schwierigkeit, Reichweite, Frequenz und Ergebnisse über verschiedene Bildschirme hinweg integriert zu messen. In Brasilien, wo 80 % der Verbraucher bereits Produkte gekauft haben, die von Content-Erstellern empfohlen wurden, ist dieser Einfluss mittlerweile fester Bestandteil des Entscheidungsprozesses der Verbraucher geworden. Für MiQ unterstreicht dies die Notwendigkeit von Messmodellen, die den gesamten Weg des Verbrauchers von der Entdeckung bis zur Konversion berücksichtigen und Ansätze überwinden, die ausschließlich auf dem letzten Klick basieren. „Das digitale Video hat sich zu einem Umfeld entwickelt, in dem Fernsehen, Streaming-Plattformen, soziale Netzwerke und mobile Geräte nahtlos zusammenwirken. Die große Herausforderung besteht nun darin, diese Fragmentierung in eine einheitliche Sicht auf die Customer Journey umzuwandeln, damit Marken intelligentere Entscheidungen treffen und effizientere Kampagnen entwickeln können“, betont Guilherme Assumpção, Generaldirektor von MiQ in Brasilien.

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