Überreste eines riesigen Säugetiers in Patagonien entdeckt

fossil

Die Entdeckung dieses riesigen Säugetiers aus der Eiszeit zwingt Geologen dazu, die geologischen Karten der gesamten Region zu überarbeiten (Foto: X)
Datum: 22. Juli 2026
Uhrzeit: 12:39 Uhr
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Autor: Redaktion
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Jorge Necul, ein Einwohner von Mariano Moreno in der Provinz Neuquén in Patagonien (Argentinien), entdeckte im Covunco-Tal die versteinerten Überreste eines Glyptodonts. Diese ausgestorbene Gattung prähistorischer Säugetiere ähnelte den heutigen Gürteltieren, erreichte jedoch eine Länge von bis zu 3,3 Metern und wog mehr als eine Tonne. Die Entdeckung dieses riesigen Säugetiers aus der Eiszeit zwingt Geologen dazu, die geologischen Karten der gesamten Region zu überarbeiten, und ist bemerkenswert, da zahlreiche Knochen und ein Großteil seines Panzers erhalten geblieben sind. Alberto Garrido, Geologe aus Zapala und Direktor des Olsacher-Museums, erklärte in einer vor Ort am Fundort gedrehten Reportage für das lokale Medienunternehmen LM Neuquén, dass das Vorkommen dieses Tieres in diesem Gebiet ungewöhnlich sei, anders als in der Pampa-Region.

„Dieser Fund ist aus mehreren Gründen außergewöhnlich… Es handelt sich um einen der vollständigsten, wenn nicht sogar den vollständigsten Fund, der jemals in der Provinz Neuquén gemacht wurde“, argumentiert der Experte. Obwohl erste Untersuchungen die Überreste der La-Bardita-Formation zuordneten, deren Alter auf 12 Millionen Jahre geschätzt wird, hat die Untersuchung von Muschelfragmenten, die am Fundort verstreut waren, die ursprüngliche Hypothese revidiert. Aktuelle Einschätzungen datieren das Tier auf das Pleistozän, mit einem geschätzten Alter zwischen 700.000 und einer Million Jahren. Der Fund erfolgte in Sedimenten, die in den geologischen Karten der Provinz nicht verzeichnet waren.

„Das zwingt uns dazu, die Geologie dieses Gebiets in Neuquén neu zu schreiben. Das ist etwas, das wir hier nicht erwartet hätten, und es begeistert uns von Tag zu Tag mehr“, erklärte Alberto Garrido. Zunächst wurde angenommen, dass die Überreste zu einem Dinosaurierei gehörten. Der Experte stellte jedoch klar, dass diese Strukturen nicht größer als 30 Zentimeter waren, und bestätigte, dass der Fund zu dem großen Säugetier gehört. Die Glyptodonten waren mit den heutigen Gürteltieren der Region verwandt, unterschieden sich von diesen jedoch durch einen starren Panzer, der es ihnen unmöglich machte, sich zu einer Kugel zusammenzurollen. Diese Tiere erreichten eine Größe, die mit der eines heutigen Kleinwagens vergleichbar ist, und wogen mehr als zwei Tonnen.

Die nächsten Schritte nach dem Fund

Das Team des Olsacher-Museums (Museo Provincial de Naturales Olsacher) plant derzeit die Logistik für die Bergung des Fossils aus dem Boden, und die Fachleute erklärten, dass die größte Schwierigkeit in den Wetterbedingungen liege, da die Bergungstechniken den Einsatz von Gips erfordern, um das Fundstück zu schützen. Starke Kälte oder Regen verhindern das ordnungsgemäße Trocknen des Gipses, was die Erhaltung des Materials während des Transports gefährdet. Aus diesem Grund haben die Experten verschiedene, von der Wettervorhersage abhängige Arbeitsalternativen entwickelt, um den Eingriff zu ermöglichen, ohne die Überreste zu gefährden. Was das Schicksal des Fossils angeht, stellten die Experten klar, dass die Entscheidung bei der Provinzdirektion für Kulturerbe liegt. Die unmittelbare Priorität der Forscher besteht darin, das Fragment zu bergen und es für Laboruntersuchungen vorzubereiten.

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