Lima verzeichnete im Juli inmitten des aktuellen El Niño Costero-Ereignisses einen neuen historischen Höchstwert bei der Temperatur. Der Nationale Dienst für Meteorologie und Hydrologie Perus (Senamhi) teilte mit, dass die ungewöhnliche Erwärmung des Meeres die Tagestemperaturen in der peruanischen Hauptstadt außergewöhnlich stark ansteigen ließ, wobei in einigen Stadtteilen Werte verzeichnet wurden, die bis zu 10,1 °C über dem klimatologischen Durchschnitt für diesen Monat lagen. Die Behörde gab an, dass die Wetterstation Alexander Von Humboldt in La Molina am 25. Juli eine Höchsttemperatur von 29,4 °C verzeichnete, was den für diese Jahreszeit üblichen Wert um 10,1 °C übertraf und einen neuen historischen Rekord für den Juli aufstellte. Dieser Wert übertraf sogar den erst am 13. Juli erreichten Rekord von 28,5 °C, was die anhaltende Dauer und Intensität der Hitzewelle bestätigt.

Das Senamhi führte diese Situation auf das Zusammenspiel verschiedener atmosphärischer und ozeanischer Faktoren zurück. Dazu zählen die ungewöhnliche Erwärmung des Meeres, das Vorbeiziehen einer warmen Kelvin-Welle, die Abschwächung des Südpazifik-Hochs und das Vorherrschen von Nordwinden. Diese Bedingungen begünstigten einen anhaltenden Anstieg der Höchsttemperaturen an der Zentralküste. Die Auswirkungen waren auch in anderen Gebieten des Großraums Lima zu spüren. Die Messstation Campo de Marte in Jesús María verzeichnete eine Abweichung von +8,2 °C, während die Messstation am Internationalen Flughafen in Callao +7,8 °C gegenüber den Normalwerten meldete. Beide Messstationen hatten am 13. Juli ihre historischen Juli-Rekorde mit Höchsttemperaturen von 28,2 °C bzw. 27,3 °C aufgestellt.
Wie lange wird die Hitzewelle andauern?
Der Wetterdienst gab an, dass an der zentralen Küste eine anhaltende Hitzewelle während der Tagesstunden herrscht. Die Messstation „Aeropuerto Internacional“ verzeichnet 45 Tage in Folge mit warmen Temperaturen, während es in Campo de Marte bereits 50 Tage am Stück unter diesen Bedingungen sind – eine für den Winter ungewöhnliche Situation. Zwischen dem 27. und 29. Juli werden Südwinde in den frühen Morgenstunden in Lima und Callao für Nebel, Dunst und Nieselregen sorgen. Diese Wetteränderung wird das Kälteempfinden verstärken und die Sicht lokal beeinträchtigen, wird jedoch die Hitzewelle nicht beenden.







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