US-Kriegsschiffe sind in Haiti eingetroffen. Dies teilte die US-Botschaft in Haiti am Dienstag (3.) mit, mitten in der Offensive gegen die Banden und die politische Instabilität des Landes.„Die Schiffe USS Stockdale, USCGC Stone und USCGC Diligence sind im Rahmen der Operation ‚Southern Spear‘ in der Bucht von Port-au-Prince eingetroffen“, teilte die US-Botschaft in Haiti auf ihrem X-Account auf Anordnung von Verteidigungsminister Pete Hegseth mit. „Ihre Anwesenheit spiegelt das starke Engagement der Vereinigten Staaten für Sicherheit, Stabilität und eine bessere Zukunft für Haiti wider“, fügte der Text hinzu. Die sogenannte Operation „Southern Spear“ (Südlicher Speer), die im November von Hegseth angekündigt wurde, ist Teil des Einsatzes von US-Kriegsschiffen und Militärflugzeugen in Lateinamerika, um laut Washington die von „narkoterroristischen“ Kartellen für den Drogenhandel genutzten Schiffe zu bekämpfen. Die US-Operationen in der Karibik und im Pazifik fordern mehr als 100 Todesopfer.
Haiti, das ärmste Land des amerikanischen Kontinents, erlebt wenige Tage vor dem offiziellen Ende der Amtszeit des Präsidialen Übergangsrats (CPT), dem Regierungsorgan, das für den 7. Februar vorgesehen ist, neue politische Turbulenzen. Das karibische Land leidet zudem seit vielen Jahren unter der Gewalt krimineller Banden, die Morde, Vergewaltigungen, Plünderungen und Entführungen begehen. Die Vereinigten Staaten kündigten kürzlich neue Visabeschränkungen für hochrangige haitianische Beamte an, darunter Mitglieder des CPT, denen vorgeworfen wird, die Banden auf der Karibikinsel zu unterstützen.
Die US-Schiffe, darunter die USS Stockdale, sind Teil der Flotte, die von den Vereinigten Staaten im Rahmen der Bekämpfung des Drogenhandels in die Karibik entsandt wurde. Die Vereinigten Staaten haben am 3. Januar den venezolanischen DSiktator Nicolás Maduro festgenommen, der in New York inhaftiert wurde, um sich vor der US-Justiz wegen Drogenhandelsvorwürfen zu verantworten.
