Die Elektromobilität in Brasilien erreichte im Januar 2026 einen Meilenstein, da 14,6 % der verkauften Autos eine elektrifizierte Variante waren – fast doppelt so viel wie im gleichen Monat des Jahres 2025, als dieser Anteil bei 7,9 % lag. Die größte Volkswirtschaft in Lateinamerika festigt damit ihre Position als regionaler Marktführer im Bereich Elektromobilität, angetrieben durch ein wachsendes Angebot, lokale Produktion und aktive Fördermaßnahmen. Allerdings schreitet die Elektromobilität bei Autos nicht für alle Technologien gleichmäßig voran. Plug-in-Modelle – reine Elektroautos und Plug-in-Hybride – machen 75 % des Elektromobilitätsmarktes aus, gegenüber 25 % für herkömmliche Hybride. Diese Daten zeigen, dass brasilianische Verbraucher Technologien bevorzugen, die weniger von fossilen Brennstoffen abhängig sind.
Die Errichtung neuer Werke hat das Angebot erweitert und den Binnenmarkt belebt, der über eine ausreichende Größe verfügt, um das Wachstum durch die Elektrifizierung von Autos aufzunehmen. Die Verbraucher wiederum entscheiden sich aufgrund der geringeren Betriebskosten und der höheren Energieeffizienz für diese Modelle. Während Brasilien seinen Übergang beschleunigt, befindet sich andere Länder wie Argentinien noch in einer Anfangsphase. Der lokale Markt zeigt Anzeichen einer Expansion, aber der Anteil von Elektroautos am Gesamtabsatz ist nach wie vor gering. Der brasilianische Fortschritt kann jedoch eine indirekte Wirkung haben. Die regionale industrielle Integration erleichtert den Eintritt neuer Modelle und Technologien in den argentinischen Markt. Dieser Prozess könnte die lokale Einführung in den kommenden Jahren beschleunigen und das Land einer effizienteren und nachhaltigeren Mobilität näherbringen. Die Elektromobilität ist in der Region keine Zukunftsvision mehr: In Brasilien ist sie eine Transformation, die jeden Monat mit konkreten Daten voranschreitet.
