E-Commerce ist für Brasilianer eine Selbstverständlichkeit: Rund 86 % der Menschen kaufen mindestens einmal im Monat online ein. Bei der Generation Z steigt diese Zahl sogar auf 91 %. Nur 1 % der Brasilianer hat noch nie online eingekauft. Das geht aus einer Studie von Visa Conecta hervor, einer Zahlungsinstitution von Visa Inc., die im vergangenen Jahr gegründet wurde, um das Geschäftsfeld des Unternehmens über Kreditkarten hinaus zu erweitern. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der ersten E-Commerce-Transaktion in Brasilien wurde die Studie „Panorama E-commerce” von Visa Marketing Services durchgeführt, um die Gewohnheiten, Erwartungen und Herausforderungen der brasilianischen Verbraucher im elektronischen Handel zu analysieren.
Die Gewohnheiten
Wenn der E-Commerce in diesen drei Jahrzehnten nur gewachsen ist, dann ist der Beweis dafür, dass 90 % der Brasilianer angaben, in den letzten 30 Tagen Einkäufe getätigt zu haben, während 4 % mit dem Kauf begonnen und ihn nicht abgeschlossen haben und 6 % gar nichts gekauft haben. Was die Uhrzeiten angeht, so findet die größte Konzentration der Einkäufe am Nachmittag (38 %) und am Abend (37 %) statt. Die Zahl steigt bei den 18- bis 24-Jährigen, auf die 48 % der Einkäufe entfallen. Kreditkarte und Pix waren die am häufigsten verwendeten Zahlungsmethoden beim letzten Einkauf. Kreditkarten machten 47 % aus, während Pix von 45 % verwendet wurde. Mobile-first ist eine weitere Regel: 79 % der Online-Transaktionen werden über Smartphones getätigt, so die Studie. Nur 12 % werden über Desktops und Notebooks abgewickelt, Tablets werden weniger genutzt und machen zusammen 6 % aus. Unter den Kanälen führen die Marktplätze mit 71 % der Einkäufe, gefolgt von den eigenen Websites der Geschäfte (20 %) und sozialen Netzwerken oder direkten Links (8 %).
Zwischen Pix und Kreditkarte
Die Kombination verschiedener Zahlungsmittel bei Online-Einkäufen ist eine weitere Gewohnheit. Die Kreditkarte liegt mit 47 % an erster Stelle, während Pix mit 45 % knapp dahinter liegt. Die Entscheidung für Pix hängt hauptsächlich mit der Schnelligkeit (56 %), der sofortigen Genehmigung (52 %) und der Bequemlichkeit (52 %) zusammen. Die Kreditkarte behält hingegen ihre Relevanz, da sie Ratenzahlungen ermöglicht (53 %) und mit der Gewohnheit der Nutzung (40 %) und einer besseren finanziellen Kontrolle (38 %) verbunden ist. Pix hat sich als eine der wichtigsten Zahlungsmethoden im brasilianischen E-Commerce etabliert: 95 % der Verbraucher haben das Tool bereits für Online-Einkäufe genutzt. Die allgemeine Zufriedenheit mit der Zahlungserfahrung liegt bei 78 %. Bei Kreditkarten liegt sie bei 74 %.
Trotz der Konsolidierung steht Pix noch immer vor Herausforderungen in Bezug auf die Sicherheit. Laut der Umfrage geben 62 % der Brasilianer an, bereits irgendeine Art von Betrug im Zusammenhang mit dieser Methode erlebt zu haben. Bei Kreditkarten ist der Prozentsatz mit 36 % geringer. Darüber hinaus gaben 61 % der Befragten an, dass sie mit den Rückerstattungsmöglichkeiten bei Pix weniger zufrieden sind.
Schnelle und integrierte Abläufe sind interessant
Das aktuelle Format von Pix im E-Commerce stellt noch immer Hindernisse für das Einkaufserlebnis dar. Die Notwendigkeit, die Website oder App des Shops zu verlassen, um die Zahlung in der Bank-App abzuschließen, wird als einer der größten Reibungspunkte angesehen, insbesondere bei Transaktionen, die über das Mobiltelefon durchgeführt werden. Der Umfrage zufolge erkennen brasilianische Verbraucher nicht nur diese Schwierigkeiten, sondern zeigen auch Bereitschaft für flüssigere Modelle. Rund 87 % wünschen sich einen schnelleren Checkout über Pix, während 69 % angeben, dass sie bereit wären, ihre Bankdaten mit dem Shop zu verknüpfen, um zukünftige Einkäufe zu beschleunigen.
