Die Regierung von Guatemala hat ihre Strategie zur Bekämpfung des Drogenhandels durch einen Präventionszustand verstärkt, der sich auf Grenzgebiete konzentriert, als Reaktion auf die Zunahme illegaler Aktivitäten im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität. Die von Präsident Bernardo Arévalo vorangetriebene Maßnahme zielt darauf ab, das Eindringen krimineller Gruppen in Regionen einzudämmen, die für den Drogentransit von entscheidender Bedeutung sind. Laut Innenminister Marco Villeda konzentriert sich der Plan auf die Departamentos San Marcos, Huehuetenango, Izabal und Petén, die aufgrund ihrer geografischen Lage und des Anstiegs der Kriminalität als strategisch wichtig gelten.
Zunahme der Festnahmen
Die Behörden meldeten in den ersten Monaten des Jahres 2026 Ergebnisse, die über denen des Vorjahres lagen. Der Vizeminister für Drogenbekämpfung und Grenzsicherheit, Víctor Hugo Cruz, teilte mit, dass die Kokainbeschlagnahmungen um 325 % gestiegen seien und fünf Tonnen überstiegen, während die beschlagnahmten Marihuana-Mengen um 447 % zunahmen. Zudem stieg die Vernichtung von Kokapflanzungen um 261 %, wobei mehr als 1.700 Pflanzen zerstört wurden. Parallel dazu stiegen die Festnahmen im Zusammenhang mit dem Drogenhandel um 32 %, mit mehr als 5.000 Personen, die landesweit auf frischer Tat festgenommen wurden, was eine Intensivierung der Sicherheitsoperationen widerspiegelt.
Auswirkungen auf damit verbundene Straftaten
Die Festnahmen wegen Zollverstößen stiegen um 119 %, während die Auslieferungen wegen Drogenhandels im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2025 um 735 % zunahmen. Ebenso verzeichnete die Zerstörung illegaler Labore einen Anstieg um 100 %. Der Wert der wegen Schmuggels beschlagnahmten Güter übersteigt vier Millionen Quetzales, während die Fälle von Zollbetrug Beträge von über 12.000.000 erreichen. Die Behörden behaupten, dass diese Maßnahmen auch die formelle Wirtschaft und die institutionelle Kontrolle des Staates stärken.
1 Guatemaltekischer Quetzal entspricht 0,13 US-Dollar
