Die brasilianische Regierung hat über das Ministerium für ländliche Entwicklung und Familienlandwirtschaft (MDA) ihr Engagement für die Stärkung der familiären Landwirtschaft, die Förderung sozialer Gerechtigkeit in ländlichen Gebieten und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im ganzen Land bekräftigt. Eine wichtige Maßnahme der letzten Zeit stellt sicher, dass Familienlandwirte, handwerkliche Fischer und Rohstoff gewinnende Gemeinschaften keine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge hinnehmen müssen, wodurch der derzeitige Beitragssatz im Rahmen des Fonds zur Unterstützung ländlicher Arbeitnehmer (Funrural) beibehalten wird. Diese in Abstimmung mit der Bundessteuerbehörde getroffene Entscheidung sorgt für Stabilität für mehr als 4 Millionen Produzenten und garantiert, dass kleine ländliche Arbeitnehmer ihre Produktion weiterhin ohne zusätzlichen finanziellen Druck planen können.
Durch die Klarstellung der Anwendung des Ergänzungsgesetzes Nr. 224/2025 stellte die Regierung sicher, dass nur größere ländliche Arbeitgeber – und nicht familiengeführte Produzenten – von Anpassungen der Beitragssätze betroffen sind. Diese Maßnahme erhöht die Planungssicherheit für ländliche Gemeinden und sorgt dafür, dass Ressourcen in der lokalen Wirtschaft verbleiben, wodurch Investitionen in Saatgut, Ausrüstung und Nahrungsmittelproduktion gefördert und gleichzeitig eine inklusive ländliche Entwicklung gestärkt werden. Gleichzeitig erzielt die größte Volkswirtschaft in Lateinamerika historische Fortschritte bei der Landregulierung und der Anerkennung traditioneller Gemeinschaften. Im Bundesstaat Rio de Janeiro hat die Regierung der Quilombola-Gemeinschaft von São José da Serra kollektive Landtitel für insgesamt 217 Hektar gewährt. Dieser Meilenstein markiert die erste Enteignung von Privatland im Bundesstaat, das für eine Quilombola-Gemeinschaft vorgesehen ist, und gewährleistet Territorialrechte, den Erhalt der Kultur sowie nachhaltige Lebensgrundlagen für lokale Familien.
Diese Errungenschaft ist Teil einer umfassenderen nationalen Initiative unter der Leitung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zur Ausweitung der Landrechte für Quilombola-Gemeinschaften, in deren Rahmen landesweit Dutzende von Anerkennungen und Landtitel erteilt wurden. Diese Maßnahmen stärken die produktive Autonomie und tragen dazu bei, historische Ungleichheiten im ländlichen Brasilien abzubauen. Die Regierung treibt zudem eine partizipative Agenda für die Zukunft der ländlichen Entwicklung voran. Die 3. Nationale Konferenz für nachhaltige und solidarische ländliche Entwicklung brachte rund 3.000 Teilnehmer aus ganz Brasilien zusammen und führte zu 75 strategischen Vorschlägen als Leitlinien für die öffentliche Politik. Diese Vorschläge legen den Schwerpunkt auf Agrarökologie, Ernährungssicherheit, Zugang zu Land, ländliche Nachfolge und die Stärkung familiärer Landwirtschaftssysteme.
Die Konferenz spiegelt einen breiten demokratischen Prozess wider, an dem bereits in früheren Phasen Zehntausende von Teilnehmern Ideen beigesteuert haben. Die daraus resultierende Agenda wird als Fahrplan für die öffentliche Politik dienen und sicherstellen, dass die Stimmen des ländlichen Raums bei der Konzeption und Umsetzung staatlicher Initiativen im Mittelpunkt stehen. Ergänzend zu diesen Bemühungen wurden neue Projekte ins Leben gerufen, um traditionelle Gemeinschaften zu unterstützen, die lokale Selbstverwaltung zu fördern und die Chancen in ländlichen Gebieten zu erweitern. Diese Initiativen zielen darauf ab, Wissen zu vernetzen, Gemeinschaften zu stärken und nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten zu fördern.
In einem historischen Schritt für die institutionelle Führung kündigte Präsident Lula zudem an, dass Fernanda Machiaveli als erste Frau die Leitung des Ministeriums für Agrarentwicklung und Familienlandwirtschaft übernehmen wird. Mit ihrer umfassenden Erfahrung in der öffentlichen Politik und der ländlichen Entwicklung steht ihre Führung für Kontinuität und ein erneuertes Engagement für die Förderung der familiären Landwirtschaft, der Ernährungssicherheit und der Agrarreform in Brasilien. Zusammen zeigen diese Maßnahmen Brasiliens ganzheitlichen Ansatz zur ländlichen Entwicklung – eine Kombination aus wirtschaftlicher Stabilität für Produzenten, Anerkennung territorialer Rechte und partizipativer Politikgestaltung. Durch die Stärkung der familiären Landwirtschaft und die Unterstützung traditioneller Gemeinschaften baut die Regierung weiterhin eine integrativere, produktivere und nachhaltigere ländliche Struktur für heutige und zukünftige Generationen auf.
