Die brasilianische Regierung hat einen wichtigen Schritt in Sachen Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit unternommen – zum Wohle ihrer Millionen Einwohner, die durch die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels und der globalen Erwärmung gefährdet sein könnten. Dies ist dem Projekt namens Cinturão das Águas do Ceará (CAC) zu verdanken, einem beeindruckenden 145 Kilometer langen künstlichen Fluss, der laut Fernando Santana, dem Sekretär für Wasserressourcen von Ceará, im Juni 2026 fertiggestellt sein soll. Diese beeindruckende Infrastruktur soll Wasser aus dem Integrationsprojekt des Flusses São Francisco in die trockenen Gebiete im Landesinneren von Ceará leiten, wo der Mangel an Niederschlägen eine ständige Herausforderung darstellt. Die Bauarbeiten sind laut Angaben der Behörden zu 91 % abgeschlossen. Der erste Abschnitt des CAC erstreckt sich vom Jati-Staudamm bis zum Fluss Cariús in Nova Olinda und nutzt eine Kombination aus offenen Kanälen, Siphons und Tunneln. Ein zentraler Aspekt dieses Projekts ist die effiziente Nutzung der Schwerkraft zur Wasserförderung, wodurch der Bedarf an ständigem Pumpen reduziert wird. Dies senkt nicht nur die Energiekosten, sondern macht das System mit einer Förderkapazität von bis zu 30 Kubikmetern pro Sekunde auch nachhaltiger.
Künstlicher Fluss wird mehr als 500.000 Menschen zugutekommen
Die potenziellen Auswirkungen des CAC sind erheblich. Das Ministerium für Wasserressourcen von Ceará schätzt, dass das System 561.000 Menschen in 24 Gemeinden direkt zugutekommen wird. Darüber hinaus könnte es durch die Anbindung an das Eixão das Águas die Wasserversorgung für mehr als fünf Millionen Einwohner verbessern, darunter auch die der Metropolregion Fortaleza. Dieses Wasser wird vorrangig für den menschlichen Gebrauch genutzt, gefolgt von industriellen, touristischen, viehzüchterischen und landwirtschaftlichen Zwecken. Es ist wichtig zu betonen, dass das Fehlen von Wasser in einigen Abschnitten des Kanals keinen Systemausfall bedeutet. Nach Angaben der Regierung von Ceará wird der Wasserfluss je nach Bedarf angepasst, insbesondere während Dürreperioden oder wenn Teile des Projekts fertiggestellt werden.
Dies stellt sicher, dass das System dann in Betrieb ist, wenn es am dringendsten benötigt wird, und hat bereits seine Wirksamkeit unter Beweis gestellt, wie im Februar 2024, als Wasser ab Kilometer 53 in den Stausee von Castanhão geleitet wurde, um die Versorgung für 4,5 Millionen Menschen zu sichern. Das CAC zielt darauf ab, 12 Wassereinzugsgebiete in Ceará mit dem Fluss São Francisco zu verbinden. Obwohl es sich um ein Großprojekt handelt, ist sein Ziel einfach: Wasser dorthin zu bringen, wo es nicht regelmäßig regnet. In einer Region, in der Wassermangel die Landwirtschaft, die Wirtschaft und das tägliche Leben beeinträchtigt, könnte dieses Projekt einen bedeutenden Unterschied bewirken.
