Die Billigfluggesellschaft Flybondi befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten, die zu einer Verzögerung bei der Auszahlung der März-Gehälter an ihre Mitarbeiter geführt haben. In einer Mitteilung an die Mitarbeiter räumte das Unternehmen die Situation ein und erklärte, dass es noch keinen festen Termin für die Begleichung der ausstehenden Beträge gebe, versicherte jedoch, daran zu arbeiten, die Zahlungen so schnell wie möglich zu regeln. „Wir befinden uns in einer schwierigen Lage und sind uns der Auswirkungen bewusst, die dies für Sie und Ihre Familien hat. Wir bedauern zutiefst, Ihnen diese Nachricht überbringen zu müssen“, heißt es in der internen Mitteilung des Unternehmens, das zudem betonte, dass diese Verzögerung ein absoluter Ausnahmefall sei, da das Unternehmen in den acht Jahren seines Bestehens auf dem argentinischen Markt noch nie Zahlungsrückstände verzeichnet habe.
Flybondi teilte außerdem mit, dass es aus administrativen Gründen nicht möglich war, die März-Gehälter zum vorgesehenen Termin zu überweisen, die Zahlung jedoch in den nächsten Tagen erfolgen werde. Das Unternehmen betonte, dass am 9. April die Tagespauschalen für die Flug- und Kabinenbesatzungen ausgezahlt worden seien. Die Verzögerung tritt in einer schwierigen Phase für das Unternehmen auf, das mit jüngsten Flugausfällen konfrontiert ist, die durch die vorübergehende Stilllegung von acht Flugzeugen verursacht wurden. Grund dafür sind Neuverhandlungen der Geschäftsbedingungen der ACMI-Leasingverträge, einer Vertragsform, die Flugzeug, Besatzung, Wartung und Versicherung umfasst und schnelle Anpassungen im Flugplan ermöglicht.
Laut der Beratungsfirma Adventus wies Flybondi zwischen Januar und Februar eine Pünktlichkeitsrate von 57,4 % auf und belegte damit den letzten Platz unter den argentinischen Fluggesellschaften, obwohl sich diese im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2025 um fast 17 % verbessert hatte.
