Die politische, wirtschaftliche und soziale Krise in Venezuela wird von Woche zu Woche schlimmer. Da jetzt mit dem Iran ein neuer Player auf den Ölmarkt kommt, der in der Lage ist 1 Million Barrel Öl am Tag zu exportieren, dürften die Ölpreise weiter nachgeben. Venezuela ist weit über 90% vom Ölexport abhängig, verliert täglich Millionen von Dollar durch den Preisverfall. In ihrem aktuellen Bericht warnt die Investmentbank JP Morgan davor, dass Inflation und Engpässe im südamerikanischen Land bereits für „extreme Verhältnisse“ sorgen.
Basierend auf der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar ist JPMorgan Chase & Co die größte Bank der USA und laut Forbes das weltweit zweitgrößte, an einer Börse notierte, Unternehmen. Das Institut betont, dass obwohl der Durchschnittspreis des venezolanischen Rohöls im Jahr 2014 bei 90 Dollar angesiedelt war, die Zahlungsbilanz (Erträge und Aufwendungen) bereits unter Druck steht. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird als stark rückläufig bezeichnet.
Die einflussreiche Bank schätzt, dass der wirtschaftliche Abschwung Venezuelas im Jahr 2014 „um die 4% betrug“. Diese Tatsache wird hinsichtlich der anhaltenden niedrigen Inlandsnachfrage und der ebenfalls schwindenden Kaufkraft der Venezolaner schwerwiegende Folgen haben. JP Morgan spricht von einem externen Finanzierungslücke von 27 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 – sollte der Durchschnittspreis beim Öl bei 50 Dollar pro Barrel bleiben.
Das Institut hält fest, dass diese gigantischen Unterdeckung nur durch den Verkauf öffentlicher Mittel gedeckt sein kann – bei gleichzeitigem Rückgang der Importe. Die Investmentbank geht davon aus, dass die anstehenden Bonuszahlung auf Anleihen weiterhin Priorität haben, bis alle Möglichkeiten erschöpft sind. Die Kosten der wirtschaftlichen Belastung werden dann wahrscheinlich die sozialen und politischen Spannungen noch verschärfen, die hohe Inflation zusätzlich beschleunigen. Als Folge des wirtschaftlichen Rückgangs sind die internationalen Reserven bereits auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken und liegen laut JP Morgan „durchschnittlich zwischen 19 und 23 Milliarden Dollar“.
„Wenn heute in Venezuela Wahlen stattfinden würden hätte die Opposition trotz der institutionellen Vorteile der Regierungspartei eine 75% ige Chance des Erreichens einer einfachen Mehrheit in der Nationalversammlung“, lautet die Studie der Bank und weist darauf hin, dass dieses Szenario Auslöser einer Volksabstimmung gegen die Regierung von Nicolas Maduro sein könnte.
Ich sehe für Venezuela nur eine Möglichkeit, die jetzige Krise zu meistern als auch zu beseitigen: Eine „französische Revolution“ der Moderne. Auf andere Weise lässt sich die Verbrecherbande in Caracas nicht vertreiben.
Sie haben Recht, nur wer soll diese Revolution machen, die Venezulaner?- kann ich mir nicht vorstellen, Simon und seine wirklichen Anhänger sind längst tot.
“Wenn heute in Venezuela Wahlen stattfinden würden hätte die Opposition trotz der institutionellen Vorteile der Regierungspartei eine 75% ige Chance des Erreichens einer einfachen Mehrheit in der Nationalversammlung”
Dummes Geschwätz! Bereits bei den Präsidentschaftswahlen im Dezember 206 gingen etwa 75% der Stimmen an die Opposition. Drei Stunden nach Schliessung der Wahllokahle verkündete die CNE einen „Sieg“ von Chávez, und zahlreiche Wahlböros der Opposition gingen in Flammen auf. Seit 1998 gab es in Venezuela nie mehr freie, unmanipulierte Wahlen.
Davon bin ich auch 100%ig überzeugt, es wird keine freien Wahlen zur AN in Venezuela in diesem Jahr geben und der Sieger steht jetzt schon fest: PSUV mit absoluter Mehrheit.