Abwahlreferendum Venezuela: Schikanen und Misshandlungen während Abstimmung

Nach Angaben von Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski wurden bis einschließlich Freitagabend (Ortszeit) mehr als 400.000 Unterschriften validiert (Fotos: Capriles)
Im von einer Dauerkrise gebeutelten Venezuela hat die Opposition eine wichtige Hürde im in der Verfassung vorgesehenen Referendum zur Abwahl von Präsident Nicolás Maduro genommen. Nach Angaben von Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski wurden bis einschließlich Freitagabend (Ortszeit) mehr als 400.000 Unterschriften validiert (erforderlich 195.721), die der von den regierenden Sozialisten kontrollierte Wahlrat CNE nun noch offiziell für gültig erklären muss. Da dass Regime auf Zeit spielt – findet das Referendum erst 2017 statt, gibt es selbst bei einer Niederlage Maduros keine Neuwahlen – ist der Zeitpunkt für die Bekanntgabe des Ergebnisses ungewiss. Am Montag (27.) wird das Parlament unzählige dokumentierte Berichte über Schikanen und Misshandlungen während des Valiedierungsprozesses durch Chavistas und Militär auswerten.

Demnach waren landesweit mehrere Busse von bewaffneten paramilitärischen roten Banden (Colectivos) überfallen und ausgeraubt worden. Den Passagieren wurde der Personalausweis gestohlen, damit sie nicht abstimmen konnten. Zudem wurden viele Abstimmungswillige vor den Validierungszentren von Chavistas bedroht und geschlagen, staatliche Sicherheitskräfte sollen nicht eingegriffen haben.
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