Vom 13. bis zum 18. September findet auf der venezolanischen Ferieninsel Isla de Margarita der 17. Gipfel der Blockfreien Staaten statt. Einst der Versuch der Bildung einer dritten Kraft zwischen Ost und West ist diese Bewegung heute kaum noch von großer Bedeutung, der Gipfel findet international und selbst in Lateinamerika keine Beachtung und ist den großen Medien nicht einmal eine Randnotiz wert. Angesichts der gewaltigen wirtschaftlichen und politischen Probleme im Land lehnen die venezolanische Opposition und verschiedene Nichtregierungsorganisation den „Cumbre del Movimiento de Países No Alineados“ ab und sprechen von einer Show des Nicolás Maduro. Als Höhepunkt der Konferenz am Wochenende wurde das Treffen der Staats- und Regierungschefs genannt, bisher haben nicht einmal eine Handvoll Staatsoberhäupter ihre Teilnahme verbindlich zugesagt.
Nicolás Maduro, auf Kuba ausgebildeter Marxist, wurde/wird weder als Außenminister noch als Präsident ernst genommen. Der Caudillo lässt seine politischen Gegner einsperren, Demokratie ist für „die irre Ziege aus dem Miraflores“ (Zitat Ex-Präsident von Uruguay) ein Fremdwort. „Bisher haben die Präsidenten von Ecuador, Bolivien, Nicaragua, Simbabwe und der Iran ihre Teilnahme fest zugesagt. Wir fordern alle Regierungen dazu auf, angesichts der humanitären Notlage und politischen Krise in Venezuela nicht an diesem Gipfel teilzunehmen. In unserem Land hungern die Menschen und sterben wegen Medikamentenmangel in den Krankenhäusern. Mit dieser Show will Maduro das Bild einer heilen Welt vermitteln, die es nicht gibt. Mit allem Respekt für die Menschen in unserem Land, bleiben Sie dem Gipfel fern“, so Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski, dessen Aufruf offensichtlich Erfolg hatte.
Update, 16. September
Venezuelas Außenministerin Delcy Rodríguez hat das Treffen der Außenminister des Gipfels eröffnet. Von 120 Mitgliedsstaaten hatten lediglich 19 (Kuba, Nordkorea, Syrien, Dominikanische Republik, Indien, Bolivien, Ecuador, Algerien, Burundi, Mauretanien, Palästina, Eritrea, Simbabwe, Iran, Serbien, Katar, Pakistan, Indonesien und Kuwait) ihre Außenminister entsandt. Beim Gipfel in Teheran im Jahr 2012 nahmen 50 Außenminister teil, 27 Präsidenten, 2 Könige und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Internationale Beobachter bezeichnen das geringe Interesse als klares Signal der Besorgnis über das, was in Venezuela geschieht.
die supermärkte quellen seit 2 wochen über… nur kann sich das kein normalverdiener leisten
Paulo,wo lebst du denn? Zumindest im Landesinneren ist gähnende Leere in den Geschäften.Margarita, Da feiern sich ein paar Diktatoren ,bravo dafür müssen dann Nicht vorhandene Millionen verschleudert werden.Das ist nur noch widerlich!
Dasselbe Spielchen wie in Leipzig zur Zeit der Messe.
Also ich find’s super. Endlich mal wieder ein paar positive Nachrichten ueber unsere schoene Insel.
Beim Sigo ist es so voll wie lange nicht mehr, das stimmt. Fleisch gibts auch in Huelle und Fuelle, die Preise sind sogar gesunken! Pollo entero 1500/kg, Lomito 6000 (noch vor ein paar Wochen Pollo 2000, Lomito 8000) Leider haben uns die „Blockfreien“ aber kein Klopapier beschert, oder auch keine Zahncreme. Na ja, man kann ja nicht alles haben.
Na hoffentlich leeren sie nicht wieder die Geschäfte,nachdem die Show mit dem Gipfel vorbei ist.6000 für ein kg lomito,ausgezeichnet….entspricht etwa 4 -5 Tage Lohn des Durchschnittsvenezolaner.
Ich behaupte ja nicht, dass das billig ist, man isst ja auch nicht jeden Tag Lomito. Aber fuer 1500/Tag arbeitet hier keiner mehr, davon abgesehen, das mit den „4-5 Tagesverdiensten“ stimmt also nicht. Das waere ja auch schlimm.
Also ich weiss nicht ob Margarita zu Venezuela gehört? Aber im Rest des Landes verdienen viele zwischen 30000-60000/Monat ,d.h man hat im Durchschnitt ca. 1000-2000 pro Tag zur Verfügung.Aber egal wie die Zahlen 100% sind und ob es sich um lomito oder irgendein anderes Produkt handelt.Tatsache ist,dass zwischen Lohn und Preisen Kontinente liegen.
Bei den Roten sind nicht nur die meisten Nullen an den Ziffern,
sondern in der Regierung