Venezuela: Bischofskonferenz fordert Rücktritt von Maduro

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Diktator Maduro hält sich nur noch mit Hilfe des Militärs an der Macht (Foto: Archiv)
Datum: 12. Juli 2019
Uhrzeit: 07:21 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die venezolanische Bischofskonferenz (CEV) hat am Donnerstag (11.) Präsidentschaftswahlen „in kürzester Zeit“ unter der „Aufsicht von internationalen Organisationen“ gefordert. Nicolás Maduro
wird als Anführer „einer illegitimen Regierung“ bezeichnet, der ersetzt werden muss. „Mit der Realität einer illegitimen und gescheiterte Regierung konfrontiert, rufen wir zu einem Kurswechsel auf. In Venezuela muss in kürzester Zeit ein Urnengang stattfinden, um einen neuen Präsidenten zu wählen“, so die Bischofskonferenz in einer Erklärung zu Beginn ihrer ordentlichen Versammlung.

Maduro „muss sich aus der Präsidentschaft zurückziehen, damit die Wahlen (…) wirklich frei sind“, fügte Erzbischof Jesús González hinzu. Die Bischöfe glauben, dass sich „die komplexe und dramatische Situation“ in Venezuela in dem jüngsten Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte spiegelt. Die Kirche fordert humanitäre Hilfe im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen. In diesem Sinne halten es die venezolanischen Bischöfe für dringend erforderlich, dass die Verteilung von Nahrungsmitteln und Medikamenten unter „internationaler Aufsicht“ und ohne „parteipolitische Beschimpfungen“ gestattet wird.

Ebenso drängt die katholische Kirche darauf, dass Mitglieder der Nationalen Streitkräfte, Polizei und Staatsanwaltschaft „ihre verfassungsrechtlichen Pflichten“ erfüllen und die gängige Praxis „der Verfolgung und Folter“ unverzüglich einstellen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Bono

    Normalerweise ist mir der Verein mehr als suspekt, aber wo sie Recht haben, haben sie Recht. Also Kirchenmänner, bleibt am Ball und erhöht den Druck.

    • 1.1
      noesfacil

      Es wird nur leider gar nichts bewirken.
      Genau so gut können diese „Suspekten“ fordern, dass der Heilen persönlich wieder vom Himmel herabsteigt und hilft.
      Es wird dennoch nicht geschehen.
      noesfacil

  2. 2
    Romano

    Natürlich wird es nichts bewirken… aber es ist eines dieser vielen kleinen Steinchen, die die Diktatur zu Fall bringen werden.
    Pessimismus bringt niemanden weiter… Zwanzig Jahre hatte diese Pest Zeit sich zu entwickeln, jetzt dauert es eben. Bis zur Freiheit wird es noch viel Kraft kosten. Wichtig ist, dass das Volk daraus lernt. Sorry, an dieser Stelle bin ich pessimistisch :-(

  3. 3
    Peter Hager

    „In Venezuela muss in kürzester Zeit ein Urnengang stattfinden…“
    Ja, da wäre ich voll dabei! Vorausgesetzt, in den Urnen befindet sich die Asche von einigen Hundert der wichtigsten PSUV Mitglieder und kubanischen Besatzer.

    • 3.1
      noesfacil

      Salonrevoluzzer!
      Ich hab‘s Ihnen schon mehrfach ins Stammbuch geschrieben, stehen Sie auf, nehmen Sie die Waffe in die Hand, gehen Sie in den Untergrund, organisieren Sie den bewaffneten Widerstand und werden Sie der Commandante der Gegenrevolution, ein zweiter Simon Bolivar, oder ‚Che‘. Jeder Platz in YV wird nach Ihnen benannt werden und Sie werden der neue Nationalheld.
      Dann haben Sie auch die einmalige Chance den PSUV-lern, incl. den von Venezuela beauftragten cubanischen Helfern beim „Urnengang“ behilflich zu sein.
      Bis dahin nicht so viel dicke Töne spucken, Herr Salonrevoluzzer!
      Basta ya de palabras, hacen falta hechos!!!
      noesfacil

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