Laut einer vom brasilianischen Verband für photovoltaische Solarenergie (Absolar) veröffentlichten Umfrage übertreffen Solarenergieanlagen bereits die Leistung von thermoelektrischen Anlagen, die mit Erdgas und Biomasse betrieben werden und sind damit die drittwichtigste Stromquelle in Brasilien. Aus den Daten geht hervor, dass das größte Land in Südamerika derzeit über eine installierte Kapazität von 16,41 Gigawatt (GW) an photovoltaischen Solaranlagen verfügt, wobei die zentrale Erzeugung (Großprojekte) und die dezentrale Erzeugung (kleinere Anlagen auf Dächern, an Fassaden und auf dem Land) berücksichtigt sind. Dies entspricht 8,1 Prozent der brasilianischen Matrix, hinter Wasserkraft (53,9) und Windkraft (10,8 Prozent), so die Umfrage von „Absolar“. Die mit Erdgas betriebenen thermoelektrischen Anlagen haben eine Gesamtleistung von 16,37 GW (8,1 Prozent der Matrix), die mit Biomasse und Biogas betriebenen Anlagen eine Leistung von 16,30 GW (acht Prozent).
In einer Erklärung hoben die Direktoren von „Absolar“ die Wettbewerbsfähigkeit der Quelle hervor, die vor allem seit 2018 in Brasilien ein rasantes Wachstum verzeichnet. „Große Solarkraftwerke erzeugen Strom zu Preisen, die bis zu zehnmal niedriger sind als die von fossilen thermoelektrischen Kraftwerken oder von Strom, der aus Nachbarländern importiert wird, zwei der Hauptverantwortlichen für die Erhöhung der Verbrauchertarife“, so Carlos Dornellas, Direktor der Einrichtung. Nach Schätzungen von „Absolar“ hat die Solarquelle in Brasilien seit 2012 bereits mehr als 86,2 Milliarden Reais an Investitionen generiert und darüber hinaus die Emission von 23,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid bei der Stromerzeugung vermieden (1 US-Dollar entspricht 5,41 Reais).
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