Die lateinamerikanischen Staaten sollten eine produktive Entwicklungsagenda rund um Lithium aufstellen, um dessen Abbau zum Nutzen der direkt und indirekt mit dem Mineral verbundenen Wirtschaftsaktivitäten zu fördern. Dies forderte die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) am Donnerstag (6.) in ihrem Hauptsitz in Santiago de Chile. Die Agentur veröffentlichte diese Woche die Publikation mit dem Titel „Extracción e industrialización del litio. Oportunidades y desafíos para América Latina y el Caribe“ (Lithiumgewinnung und Industrialisierung. Chancen und Herausforderungen für Lateinamerika und die Karibik) Der Text unterstreicht die Rolle der lithiumproduzierenden Länder in der Region, vor allem Argentinien, Brasilien und Chile, in der globalen Wertschöpfungskette von Lithium-Ionen-Batterien, die derzeit die Hauptverwendung von Lithium darstellen.
Abschließend wurden Leitlinien für die öffentliche Politik formuliert, die zu einer produktiven Entwicklungsagenda rund um Lithium sowie zur Industrialisierung dieses und anderer Mineralien in sauberen Technologien für die Energiewende und die Elektromobilität beitragen können. „Aus Sicht der Staaten erfordert dies eine Politik und Regulierung, die die Schaffung öffentlicher Güter, die Entwicklung von Kapazitäten und weichen und harten Infrastrukturen sowie die Mobilisierung und Lenkung der notwendigen Ressourcen begünstigt“, so die CEPAL weiter.
Für die internationale Organisation ist Lithium ein unersetzlicher Rohstoff für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, einer Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung des Verkehrs und die Speicherung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Das chemische Element hat daher das Potenzial, zur wirtschaftlichen Entwicklung von Ländern beizutragen, indem es sich positiv auf die Wertschöpfung auswirkt, d. h. auf die Steigerung der Produktion, der Exporte, der Beschäftigung und der Steuereinnahmen. Die Energiewende und der Ausbau der Elektromobilität bringen zwar Chancen, aber auch Herausforderungen für die an Lithiumressourcen reichen Länder der Region, mit sich. Die Region hat einen erheblichen Anteil an der ersten Stufe der Wertschöpfungskette von Lithiumbatterien (Gewinnung/Verarbeitung). In den Produktionsstufen der Vorstufen, Kathoden/Anoden, Zellen und Batterien seien jedoch China, Japan, die Republik Korea, die Vereinigten Staaten und Europa führend, hieß es.
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