A320: Airbus ordnet dringenden Rückruf an

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Die Flotte der Latam-Gruppe besteht aus 240 Single-Aisle-Flugzeugen von Airbus und 72 Großraumflugzeugen von Boeing, einschließlich der 18 Flugzeuge für den Frachttransport (Foto: Latinapress)
Datum: 29. November 2025
Uhrzeit: 14:15 Uhr
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Autor: Redaktion
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Airbus hat am Freitag (28.) bekannt gegeben, dass es eine sofortige Softwareänderung für einen Großteil der A320-Flugzeugfamilie, seinem meistverkauften Modell, angeordnet hat. Branchenquellen zufolge dürfte die Maßnahme etwa 6.000 Flugzeuge betreffen, mehr als die Hälfte der weltweiten Flotte. Das Unternehmen teilte mit, dass ein kürzlich aufgetretener Vorfall mit einem Flugzeug der A320-Familie gezeigt habe, dass intensive Sonneneinstrahlung Daten beschädigen kann, die für die Funktion der Flugsteuerung unerlässlich sind. „Airbus ist sich bewusst, dass diese Empfehlungen zu Betriebsunterbrechungen für Passagiere und Kunden führen werden”, erklärte das Unternehmen. Ein Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, besagt, dass die Korrektur der Software, die die Steuerung der Höhenruder und Querruder steuert, vor dem nächsten Passagierflug der Flugzeuge vorgenommen werden muss.

Branchenquellen zufolge dürfte der Rückruf bei etwa zwei Dritteln der betroffenen Jets zu einer Unterbrechung des Flugbetriebs führen, da die Fluggesellschaften wieder eine frühere Version der Software verwenden können. Dennoch dürfte der Umfang der Maßnahme zu erheblichen Beeinträchtigungen führen, insbesondere aufgrund der Hochsaison für Flüge zum Jahresende. Hunderte von Flugzeugen müssen möglicherweise auch Hardwarekomponenten austauschen, wodurch sie wochenlang außer Betrieb sein könnten.

In Brasilien wird der A320 von den Fluggesellschaften Latam und Azul betrieben. Azul Linhas Aéreas erklärte, dass „keines ihrer Flugzeuge des betreffenden Modells in das von Airbus angekündigte Rückrufprogramm einbezogen ist”. Latam teilte mit, dass Flüge aus Brasilien von der Maßnahme nicht betroffen sind und dass nur zwei Flüge aus Kolumbien gestrichen werden müssen. Die kolumbianische Fluggesellschaft Avianca, die mit Auswirkungen auf 70 % ihrer Flotte rechnet, kündigte einen Verkaufsstopp der Tickets bis zum 8. Dezember an.

Vorfall in den USA

Der Vorfall, der zu dieser Maßnahme führte, betraf einen JetBlue-Flug, der am 30. Oktober von Cancún (Mexiko) nach Newark (New Jersey) flog, wie aus Branchenkreisen verlautete. Flug 1230 musste in Tampa, Florida, notlanden, und mehrere Personen wurden nach einem Problem mit der Flugsteuerung und einem plötzlichen, unkontrollierten Höhenverlust ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben von Airbus sind derzeit rund 11.300 Flugzeuge der A320-Familie im Einsatz, darunter 6.440 des Modells A320.

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