Lateinamerika: Brasilien schließt Grenze zu Venezuela

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Grenzübergang zwischen Venezuela und Brasilien (Foto: ScrennshotYouTube)
Datum: 03. Januar 2026
Uhrzeit: 15:51 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Grenze zwischen Brasilien und Venezuela ist seit Samstagmorgen (3) geschlossen, nachdem die Vereinigten Staaten einen groß angelegten Angriff auf venezolanisches Gebiet gestartet und die Festnahme von Diktator Nicolás Maduro angekündigt hatten. Nach Angaben der Bundespolizei hat sich die Lage in der Region verändert. „Die Bundespolizei hat starken einen Rückgang der Migrationsströme beobachtet und mitgeteilt, dass heute die Grenze geschlossen wurdet”, sagte der Direktor der Bundespolizei, Andrei Rodrigues. Bilder, die gegen 8 Uhr morgens aufgenommen und von der örtlichen Militärpolizei veröffentlicht wurden, zeigen Fahrzeuge und Soldaten der Armee, die in der Nähe des Grenzsteins mit den Flaggen beider Länder positioniert sind, während Kegel den Zugang versperren.

Die Schließung erfolgt wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass amerikanische Streitkräfte eine groß angelegte Militäroperation in Venezuela durchgeführt und Maduro zusammen mit seiner Frau auf dem Luftweg aus dem Land gebracht hätten. Die Armee in Roraima und das Militärkommando der Amazonasregion äußerten sich nicht zur Positionierung der Truppen an der Grenze. Roraima ist über die Stadt Pacaraima das wichtigste Eintrittsportal für venezolanische Migranten nach Brasilien. Seit 2015 nimmt der Bundesstaat einen Großteil der Menschen auf, die vor der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise in dem von Maduro regierten Land fliehen.

Explosionen in Caracas

In den frühen Morgenstunden erschütterte eine Reihe von Explosionen Caracas. Laut Associated Press waren innerhalb von etwa 30 Minuten mindestens sieben Explosionen zu hören. Anwohner berichteten von Erschütterungen, Geräuschen von tief fliegenden Flugzeugen und Menschen, die auf den Straßen flohen. Ein Teil der Hauptstadt war ohne Strom, insbesondere in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts La Carlota im Süden der Stadt. Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen Rauchwolken, die aus militärischen Einrichtungen aufsteigen, und Flugzeuge, die über Caracas fliegen. Nach Beginn der Angriffe veröffentlichte das venezolanische Regime eine Erklärung, in der es erklärte, dass das Land einer „militärischen Aggression” ausgesetzt sei, und den Ausnahmezustand verhängte. In dem Text erklärte Venezuela außerdem, dass es alle sozialen und politischen Kräfte aufgefordert habe, Mobilisierungspläne zu aktivieren.

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