Das Ende von Nicolás Maduro in Venezuela: Pressekonferenz in Mar-a-Lago

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Militär hatte Diktator Maduro an der Macht gehalten (Foto: Archiv)
Datum: 03. Januar 2026
Uhrzeit: 17:57 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Kurz vor einer angekündigten Pressekonferenz in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida, an der auch Verteidigungsminister Pete Hegseth und General Dan Caine teilnahmen, veröffentlichte der US-Präsident auf seinem sozialen Netzwerk „TRUTH SOCIAL“ ein Foto von Diktator Maduro, das „Maduro an Bord der USS Iwo Jima“ zeigt, die den Festgenommen Richtung USA gebracht hat. Das Bild zeigt Maduro, mit Augenmaske und Kopfhörern und in einem grauen Trainingsanzug. Kurz danach bezeichnete Trump die amerikanische Militärmacht als „überwältigend“ – zu Lande, zu Wasser und in der Luft. „Die Fähigkeiten Venezuelas wurden vollständig neutralisiert. Unsere Streitkräfte haben Maduro in der Nacht festgenommen. Es war dunkel und es war eine tödliche Operation. Er wurde zusammen mit seiner Frau Cilia Flores festgenommen. Maduro und Flores wurden wegen ihrer tödlichen narco-terroristischen Kampagne festgenommen“, erklärte Donald Trump.

Trump kündigte an, dass er „die Macht in Venezuela übernehmen werde, bis ein sicherer und selbstbestimmter Übergang möglich sei“. Er betonte mehrfach die Einnahme „eine schwer befestigten Militärfestung“ im Herzen von Caracas, um Maduro „vor Gericht zu stellen“ und verglich dies mit früheren Militäroperationen gegen den Iran – darunter auch gegen nukleare Ziele. „Keine Nation der Welt könnte das erreichen, was Amerika gestern erreicht hat“. Alle angeblichen militärischen Fähigkeiten Venezuelas seien durch den Angriff „vollkommen machtlos gemacht“ worden. Trump fügte hinzu, dass die Lichter von Caracas während der Operation „aufgrund einer bestimmten Technik“, über die Amerika verfügt, ausgeschaltet worden seien. Obwohl die venezolanischen Streitkräfte in „Bereitschaft“ gewesen seien, wurden sie laut Trump „völlig überwältigt und sehr schnell kampfunfähig gemacht“. Sowohl Maduro als auch seine Frau „stehen nun vor der amerikanischen Justiz“, so Trump und fügte hinzu, dass sie im südlichen Bezirk von New York wegen ihrer „Kampagne des tödlichen Drogenterrorismus“ gegen die USA und ihre Bürger angeklagt worden seien. Nach seinen Worten sind die USA bereit, bei Bedarf einen zweiten und wesentlich größeren Angriff auf Venezuela durchzuführen – „aber angesichts des Erfolgs des gestrigen Angriffs ist dies nun wahrscheinlich nicht mehr nötig“.

Venezuelas Oppositionsführerin und Trägerin des Friedensnobelpreises 2025, María Corina Machado, äußert sich kurz vor der Pressekonferenz und forderte die Anerkennung von Edmundo González. „Nicolás Maduro muss sich ab heute wegen der grausamen Verbrechen, die er gegen die Venezolaner und gegen Bürger vieler anderer Nationen begangen hat, vor der internationalen Justiz verantworten. Angesichts seiner Weigerung, eine Verhandlungslösung zu akzeptieren, hat die Regierung der Vereinigten Staaten ihr Versprechen, das Gesetz durchzusetzen, eingehalten.“ Außerdem betonte sie: „Es ist an der Zeit, dass die Souveränität des Volkes und die nationale Souveränität in unserem Land herrschen. Wir werden Ordnung schaffen, die politischen Gefangenen befreien, ein außergewöhnliches Land aufbauen und unsere Kinder nach Hause holen.“ „Dies ist die Stunde der Bürger. Derjenigen, die am 28. Juli alles für die Demokratie riskiert haben. Derjenigen, die Edmundo González Urrutia zum legitimen Präsidenten Venezuelas gewählt haben, der unverzüglich sein verfassungsmäßiges Amt antreten und von allen Offizieren und Soldaten der Nationalen Streitkräfte als Oberbefehlshaber anerkannt werden muss“, fügte sie hinzu.

Wenn es nach der US-Aktion zur Absetzung von Nicolas Maduro noch Zweifel an der Tragweite des amerikanischen Engagements in Venezuela gab, hat Donald Trump diese nun ausgeräumt. „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und vernünftigen Übergang gewährleisten können“, erklärte er. Angesichts der wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen, mit denen das südamerikanische Land derzeit konfrontiert ist, ist dies eine kühne Aussage. Trump, ein scharfer Kritiker der US-Invasion im Irak, scheint sich nun mit dem Aufbau von Nationen zu beschäftigen – und mit den Folgen der amerikanischen Militäraktion. Mit den Worten eines der amerikanischen Architekten des Irakkriegs, Außenminister Colin Powell: „Wenn du es kaputt machst, gehört es dir.“ Die USA sind nun für die Zukunft Venezuelas verantwortlich – zum Guten oder zum Schlechten.

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