Die Festnahme von Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten definiert die Sicherheitsarchitektur der Hemisphäre neu und lässt mögliche Veränderungen im Kräfteverhältnis innerhalb Lateinamerikas und dessen Beziehungen zu internationalen Akteuren erwarten. Unsere Hemisphäre ist heute nicht mehr dieselbe wie gestern. Seit Monaten führt die USA einen beispiellosen Marineeinsatz in den Gewässern der Karibik durch, dessen Kosten auf mehrere hundert Millionen Dollar geschätzt werden. Präsident Donald J. Trump hat das nicht nur zur Schau getan, wie viele behauptet haben. Er selbst wiederholte mehrfach, dass er handeln werde und dass die Situation in Venezuela unhaltbar sei. Er gab seine Gespräche und das Ultimatum, das er dem venezolanischen Diktator Nicolás Maduro gestellt hatte, öffentlich bekannt, bot ihm „mehrere Auswege” an und betonte, dass der Drogenhandel eingestellt und die geplünderten Ressourcen zurückgewonnen werden müssten. Nun führten die Vereinigten Staaten die Operation „Absolute Resolve“ durch, unter der Leitung von Präsident Trump. Mit chirurgischer Präzision und in weniger als drei Stunden wurden der Diktator Maduro und seine Frau festgenommen.
Es handelt sich nicht nur um eine erfolgreiche taktische Aktion, sondern um eine politische Entscheidung mit großer Wirkung: Die Vereinigten Staaten haben beschlossen, dort zu handeln, wo jahrelang Untätigkeit und Komplizenschaft vorherrschten. Diktator und Wahlbetrüger Maduro ist verantwortlich für den Fortbestand eines Regimes, das Venezuela und die Bevölkerung fast drei Jahrzehnte lang unterdrückt und ausgeplündert hat. Über acht Millionen Menschen sind über die Jahre aus dem krisengeschüttelten Venezuela emigriert – und nun, nach dem US-Militäreinsatz und der Gefangenennahme von Nicolás Maduro, herrscht unter den auf zahlreiche Länder verteilten Migranten riesige Freude und Erleichterung. Viele Venezolaner wollen so rasch wie möglich in die Heimat zurückkehren.
Was bedeutet der Sturz Maduros für Lateinamerika
Eine militärische Intervention von außen ist keine ideale Antwort auf einen politischen Konflikt, aber man muss akzeptieren, dass die Situation in Venezuela wirklich außergewöhnlich ist und weit über einen rein politischen Konflikt hinausgeht. Die Vereinigten Staaten und die internationale Gemeinschaft haben alle möglichen Alternativen erfolglos ausgeschöpft. In diesem Zusammenhang ist eine defensive Intervention nach Ansicht von Experten und angesichts der hybriden Bedrohung, die das Regime für die Sicherheit der Hemisphäre und die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellte, legitim und notwendig. Die Festnahme des Diktators ist kein isoliertes Ereignis mit ausschließlich lokalen Auswirkungen: Es ist ein Wendepunkt für die Hemisphäre mit Folgen für die globale Geopolitik. Seit Jahrzehnten lebt Lateinamerika mit einem perversen Modell: autoritäre Regime wie in Nicaragua und Kuba, die trotz massiver Menschenrechtsverletzungen und der Vereinnahmung des Staates unantastbar blieben, obwohl sie zu einer ernsthaften Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Hemisphäre geworden waren. Diese Logik ist nun durchbrochen.
Die Botschaft ist eindeutig: Souveränität ist kein Schutzschild für organisierte Kriminalität oder globalen Terrorismus. Die gesamte Region, von Nordamerika bis zum Cono Sur, erhält ein echtes Abschreckungssignal. Zum ersten Mal seit langer Zeit ändert sich die Kostenrechnung für diejenigen, die politische Macht als kriminelle Plattform nutzen. Die Absetzung des Diktators definiert auch die regionale Sicherheitsarchitektur neu. Venezuela fungierte jahrzehntelang als logistisches Zentrum für Drogenhandel, organisierte Kriminalität und terroristische Regime dieses und anderer Kontinente, mit direkten und indirekten Auswirkungen auf die Vereinigten Staaten. Durch die Zerschlagung des Gravitationszentrums dieses Systems eröffnet sich die Möglichkeit, die kriminelle Ausbreitung einzudämmen, die Lateinamerika im letzten Jahrzehnt entstellt hat.







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