Steigende Tourismussteuern verteuern das Reisen weltweit

torresdelpaine

Chiles Nationalpark Torres del Paine (Foto: Virtualtourist)
Datum: 05. Januar 2026
Uhrzeit: 13:30 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Touristensteuern verbreiten sich weltweit und verursachen versteckte Kosten für Urlauber. Ziel ist es, die Belastung durch Overtourism an beliebten Reisezielen zu reduzieren. Zu den Maßnahmen gehören Stadtzugangsgebühren, Hotelzuschläge und elektronische Genehmigungen. Diese Kosten verändern das Reisebudget und finanzieren auch Infrastruktur- und Naturschutzprojekte. Mehr als 100 große europäische Städte erheben mittlerweile eine Touristensteuer, die meist für Übernachtungen gilt. Die Einnahmen sind für Instandhaltung und Umweltschutz bestimmt.

Mehrere Hotspots haben 2025 die Tourismusabgaben eingeführt oder ausgeweitet:

Venedig, Italien: An Spitzentagen gilt eine Gebühr von 5 bis 10 Euro für Tagesausflügler. Dies schreckt von kurzen Besuchen ab. Die Stadt wird die Regelung 2025 ausweiten und anpassen.

Santorini und Mykonos, Griechenland: Kreuzfahrtpassagiere zahlen in der Hochsaison im Sommer bis zu 20 Euro. Diese Gebühr ist Teil umfassenderer saisonaler Abgaben zur Steuerung der Besucherzahlen.

Kyoto, Japan: Die Beherbergungssteuern steigen. Vorschläge sehen für die kommenden Jahre Sätze von bis zu 10.000 Yen (58-70 €) vor.

Bhutan: Das Land erhebt eine der weltweit höchsten Gebühren. Die tägliche Gebühr für nachhaltige Entwicklung in Höhe von 100 $ unterstützt einen umweltfreundlichen Tourismus. Die Behörden haben sie von 200 $ im Jahr 2023 gesenkt.

Galápagos-Inseln, Ecuador: Internationale Besucher zahlen eine Eintrittsgebühr von 200 Dollar. Damit werden einzigartige Ökosysteme geschützt.

Sevilla, Spanien: Die Behörden diskutieren über Gebühren für Sehenswürdigkeiten wie die Plaza de España.

Edinburgh, Schottland: Ab 2026 wird eine Beherbergungsabgabe von 5 % erhoben. Die Stadt rechnet mit jährlichen Einnahmen in Millionenhöhe.

Weitere Beispiele sind die Besucherabgabe in Neuseeland und die Ausreisesteuer in Japan. Karibische Staaten erheben Eintrittsgebühren. Orte wie die Dolomiten und Torres del Paine in Chile haben zusätzliche Gebühren für Wanderwege oder Sehenswürdigkeiten eingeführt.

Die Debatte: Wirksamkeit und unbeabsichtigte Folgen

Diese Tourismussteuern zielen darauf ab, den Overtourismus zu bekämpfen, aber Experten bezweifeln, dass niedrige Gebühren Besucher abschrecken. Hohe Gebühren führen eindeutig zu einem Rückgang der Besucherzahlen an Orten wie Bhutan. Moderate Gebühren könnten Touristen lediglich in benachbarte Gebiete verlagern. Der Druck auf historische Zentren bleibt bestehen.

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