Die Schweiz hat Vermögenswerte von Nicolas Maduro und seinen Verbündeten eingefroren, teilte die Schweizer Regierung am Montag (5.) mit, nachdem er von US-Streitkräften in Caracas festgenommen und in die Vereinigten Staaten überstellt worden war. Ein Sprecher des Schweizer Außenministeriums sagte, die Anordnung betreffe 37 Personen. Der Sprecher erklärte, das Ministerium könne keine Angaben zum Wert der betreffenden Vermögenswerte machen. Die Maßnahme, die sofort in Kraft tritt und vier Jahre lang gültig ist, soll den Abfluss potenziell illegaler Vermögenswerte verhindern und ergänzt die seit 2018 gegen Venezuela verhängten Sanktionen, teilte die Regierung in einer Erklärung mit. Das Einfrieren der Vermögenswerte betrifft nicht die Mitglieder der aktuellen venezolanischen Regierung, und die Schweiz erklärte, sie werde versuchen, alle Gelder, die sich als illegal erworben herausstellen, zum Wohle des venezolanischen Volkes zurückzugeben.
Die Regierung erklärte, die Lage in Venezuela sei instabil und in den kommenden Tagen und Wochen seien verschiedene Entwicklungen möglich. Sie erklärte, sie verfolge die Lage aufmerksam und rufe zur Deeskalation und Zurückhaltung auf, während sie gleichzeitig ihre guten Dienste anbiete, um eine friedliche Lösung zu finden. „Der Bundesrat will sicherstellen, dass in der aktuellen Situation keine unrechtmäßig erworbenen Vermögenswerte aus der Schweiz transferiert werden können“, erklärte sie. Die Vermögenssperre sei eine Vorsichtsmaßnahme und gelte für Maduro und seine Mitarbeiter als ausländische politisch exponierte Personen, erklärte die Regierung.
