Brasilien schloss das Jahr 2025 mit der höchsten landwirtschaftlichen Produktion seiner Geschichte ab und erreichte laut den vom brasilianischen Institut für Geografie und Statistik (IBGE) veröffentlichten Daten 346,1 Millionen Tonnen Getreide, Hülsenfrüchte und Ölsaaten. Diese Zahl stellt einen neuen Höchststand in der 1975 begonnenen historischen Reihe dar. Die Daten bestätigen einen Aufwärtstrend, der 2023 begann, als die größte Volkswirtschaft in Lateinamerika erstmals die Schwelle von 300 Millionen Tonnen überschritt, und bestätigen die wachsende Bedeutung des Agrarsektors für die brasilianische Wirtschaft. Bis 2022 hatte Brasilien die Schwelle von 300 Millionen Tonnen pro Jahr nicht überschritten. Diese Obergrenze wurde 2023 mit einer Ernte von 316,4 Millionen Tonnen durchbrochen und 2024 erneut überschritten, bevor 2025 das höchste jemals verzeichnete Volumen erreicht wurde. Dieser Fortschritt spiegelt sowohl die Steigerung der Produktivität als auch die Ausweitung der Anbaufläche für strategische Kulturen wider, die durch die internationale Nachfrage und die Verbesserung der agronomischen Bedingungen in verschiedenen Regionen des Landes vorangetrieben wurden.
Die führende Rolle der brasilianischen Agrarproduktion im Jahr 2025 konzentrierte sich auf drei Kulturen, die alle Rekordzahlen erzielten:
Soja 166,1 Millionen Tonnen
Mais 141,7 Millionen Tonnen
Baumwolle 9,9 Millionen Tonnen
Der Produktionsrekord ging mit einer Zunahme der für die Landwirtschaft genutzten Fläche einher. Im Jahr 2025 wurde die Anbaufläche auf 81,6 Millionen Hektar geschätzt, was einem Wachstum von 3,2 % gegenüber 2024 entspricht. Dieser Anstieg entspricht 2,5 Millionen Hektar zusätzlich, was die Rolle Brasiliens als einer der größten Agrarproduzenten und -exporteure der Welt stärkt. Das anhaltende Wachstum der Anbaufläche und der Erntemengen deutet auf einen neuen Expansionszyklus des brasilianischen Agrarsektors hin, der sich direkt auf die internationalen Rohstoffmärkte auswirkt.
