Das brasilianische Tourismusministerium hat das Jahr mit einer aggressiven Offensive zur Erweiterung der globalen Flugverbindungen des Landes begonnen. Ein am 20. Januar veröffentlichtes Bulletin bestätigt, dass 64 brandneue Strecken und 16 zusätzliche wöchentliche Frequenzen bereits von der ANAC (Nationale Zivilluftfahrtagentur Brasiliens) und den Partnerfluggesellschaften für den Betrieb zwischen Februar und September 2026 genehmigt wurden. Zu den in dem Plan genannten Fluggesellschaften gehören etablierte Netzwerkanbieter wie Qatar Airways, Turkish Airlines, Air France, Iberia, TAP und American Airlines sowie die Billigfluglinien JetSmart und Flybondi.
Der Plan zeigt, wie São Paulo/Guarulhos weiterhin das Langstreckennetz Brasiliens dominiert und mehr als die Hälfte der zusätzlichen Kapazitäten auf sich vereint, aber auch sekundäre Drehkreuze werden davon profitieren. Salvador wird die Verbindung nach Panama-Stadt mit Copa zurückgewinnen, Cabo Frio erhält Sommercharterflüge aus Chile und Curitiba feiert sein Debüt auf der Karte von Air France. Im Langstreckenbereich wird Qatar Airways die Zahl der Flüge zwischen Doha und São Paulo auf 10 pro Woche erhöhen, und Air Transat wird seine saisonalen Flüge nach Toronto wieder aufnehmen, wodurch die strategischen Beziehungen Brasiliens zum Golf-Kooperationsrat (GCC) bzw. zu Nordamerika gestärkt werden.
Beamte sagen, dass die zusätzlichen Sitzplätze entscheidend sind, um die Rekordzahl von 9,3 Millionen ausländischen Ankünften aus dem letzten Jahr aufrechtzuerhalten. Angesichts der bevorstehenden Bewerbung um die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 und der COP30 in Belém ist eine vorhersehbare Steigerung eine Voraussetzung für Reiseveranstalter und MICE-Planer, die bereits Kontingente reservieren. Die Regierung führt die Zuwächse auf ein neues Förderpaket zurück, das Fluggesellschaften, die Strecken aus nicht oder nur unzureichend bedienten Märkten eröffnen, Rabatte auf Flughafen- und Navigationsgebühren gewährt.
Für Mobilitätsmanager in Unternehmen ist die Ankündigung ebenso bedeutend: Mehr Nonstop-Optionen reduzieren die Kosten für Zwischenstopps der Besatzung und verkürzen die Projektrotationen, insbesondere zwischen den Energiezentren in Europa/Nahost und den südlichen Häfen Brasiliens. Luftfahrtanalysten warnen jedoch davor, dass eine weitere Abkopplung des Real vom US-Dollar die Margen drücken und nach der Sommersaison im Norden zu Flugplanänderungen zwingen könnte. Unternehmen sollten daher Flexibilität in ihre Reisebudgets einbauen und die Slot-Anmeldungen im Vorfeld der Starttermine beobachten.







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