Paraguay ist das Land mit dem höchsten Wachstum an formellen Arbeitsplätzen in Lateinamerika und hat sich als regionaler Maßstab für die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze mit Rechten etabliert. Nach den neuesten Vergleichsdaten verzeichnet Paraguay ein Wachstum von 15,9 % bei der formellen Beschäftigung und liegt damit an erster Stelle der regionalen Rangliste, vor Volkswirtschaften wie Brasilien (+9,7 %), Costa Rica (+8,9 %), Mexiko (+3,9 %), Kolumbien (+3,2 %) und Uruguay (+0,9 %). Diese Führungsposition spiegelt die Auswirkungen eines Wirtschaftsmodells wider, das makroökonomische Stabilität, die Anziehung von Investitionen und die Stärkung des Privatsektors in den Vordergrund stellt und so mehr Beschäftigungsmöglichkeiten mit Lohn, Sozialversicherung, Krankenversicherung und Rente schafft. Das Wachstum der formellen Beschäftigung verbessert nicht nur die Wirtschaftsindikatoren, sondern verändert auch das Leben Tausender paraguayischer Familien, indem es ihnen mehr Sicherheit, Vorhersehbarkeit und Zukunftsperspektiven bietet.
Auf sektoraler Ebene
Auf sektoraler Ebene sind die größten Fortschritte in der verarbeitenden Industrie, im Handel und im Dienstleistungssektor sowie im Maquila-System zu verzeichnen, das sich in den letzten Jahren als einer der wichtigsten Motoren für die Eingliederung junger Arbeitskräfte etabliert hat. Die Kombination aus steuerlichen Anreizen, wettbewerbsfähigen Kosten und der Verfügbarkeit von Strom hat es lokalen und ausländischen Unternehmen ermöglicht, ihre formellen Belegschaften zu vergrößern. Ein weiterer Faktor, der sich auf dieses Szenario auswirkt, ist die Digitalisierung von Arbeits- und Steuerverfahren, die die Registrierung von Arbeitnehmern erleichtert und die Informalität in kleinen und mittleren Unternehmen verringert hat. Die Vereinfachung der Verwaltung und die Nutzung elektronischer Plattformen für Beiträge und Registrierungen haben dazu beigetragen, Arbeitsverhältnisse, die historisch außerhalb des Systems stattfanden, transparenter zu gestalten.
Experten warnen jedoch davor, dass die Herausforderung nicht nur im zahlenmäßigen Wachstum der formellen Beschäftigung liegt, sondern auch in der Qualität und Nachhaltigkeit dieser Arbeitsplätze. Technische Ausbildung, Produktivität und die Anpassung an neue technologische Anforderungen sind wichtige Faktoren, um zu verhindern, dass der Fortschritt nur vorübergehend ist, und um sicherzustellen, dass die geschaffenen Arbeitsplätze langfristig erhalten bleiben. Gleichzeitig hat die Zunahme der registrierten Arbeitnehmer auch direkte Auswirkungen auf die Sozialversicherungseinnahmen und die Solidität des Sozialversicherungssystems, da sie die Beitragszahlerbasis erweitert und mehr Spielraum für öffentliche Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Renten und Arbeitsschutz schafft. Dieser positive Kreislauf könnte, wenn er anhält, zu strukturellen Auswirkungen auf die Wirtschaft und das soziale Wohlergehen führen. Analysten sind sich einig, dass die Herausforderung für die Zukunft darin bestehen wird, Wachstum und Inklusion in Einklang zu bringen und die Formalisierung auf historisch benachteiligte Sektoren wie die ländliche Arbeit und bestimmte Segmente des informellen städtischen Handels auszuweiten.







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