Dominikanische Republik führt das regionale Wirtschaftswachstum an

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Die lateinamerikanischen Volkswirtschaften stützen sich auch weiterhin vornehmlich auf den Export (Foto: Pixabay)
Datum: 12. Februar 2026
Uhrzeit: 13:12 Uhr
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Autor: Redaktion
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Laut Prognosen des Harvard Growth Lab, einem Forschungszentrum der Harvard University, wird die Dominikanische Republik zwischen 2026 und 2034 ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von 3,82 % ihres realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) verzeichnen. Mit diesen Zahlen gehört das Land in den nächsten zehn Jahren zu den wirtschaftlich dynamischsten Nationen weltweit. Die Analyse dieses Instituts sieht die Dominikanische Republik in einer Führungsposition in Lateinamerika und der Karibik, da sie das einzige Land der Region unter den ersten 20 der globalen Rangliste des Pro-Kopf-BIP-Wachstums für den Zeitraum 2026-2034 sein wird.
Diese Leistung unterstreicht die Stärke der Dominikanischen Republik in Bezug auf das bevölkerungsbereinigte Wirtschaftswachstum und spiegelt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber vergleichbaren Volkswirtschaften des Kontinents wider. Der Kontext dieses Wachstums ist eng mit den komplexen Produktionskapazitäten verbunden, die das Land in den letzten Jahren entwickelt hat.

Laut dem Atlas der wirtschaftlichen Komplexität von Harvard weisen Länder mit einem höheren Grad an wirtschaftlicher Komplexität tendenziell höhere und nachhaltigere Wachstumsraten auf. Der Bericht hebt hervor, dass der Aufbau einer diversifizierten und komplexen Produktionsbasis entscheidend für die positive Entwicklung der dominikanischen Wirtschaft war. Auf globaler Ebene stellt der Harvard-Bericht fest, dass trotz der zunehmenden internationalen Handelsspannungen der grundlegende Impuls für das Wirtschaftswachstum von den Volkswirtschaften ausgeht, denen es gelingt, ihre Komplexität zu steigern. In dieser Hinsicht teilt die Dominikanische Republik die Bühne mit aufstrebenden Wachstumszentren wie Ostasiatien, Zentralasien und Ostafrika, wo sich die bemerkenswertesten Wachstumsströme im nächsten Jahrzehnt konzentrieren dürften.

Exportstruktur und Wachstumsmotoren

Nach Ansicht des Teams des Harvard Growth Lab liegt die Stärke der dominikanischen Wirtschaft in der Zusammensetzung und Diversifizierung ihrer Exporte. Zwischen 2024 und 2025 waren die wichtigsten Exportprodukte medizinische Instrumente und Geräte, Rohgold und Zigarren. Diese Branchen, die durch die Dynamik der Freihandelszonen und des Bergbaus angetrieben werden, hatten vorrangig die Vereinigten Staaten, die Schweiz und Haiti als Zielmärkte, was die Generierung beträchtlicher Deviseneinnahmen ermöglichte. Die Untersuchung zeigt, dass der Index der wirtschaftlichen Komplexität (ICE) ein entscheidendes Instrument zum Verständnis des nationalen Wachstums ist. Dieser Index misst die Vielfalt und Komplexität des Exportangebots und spiegelt die Produktionskapazitäten wider, die die dominikanische Wirtschaft stützen. Experten zufolge verfügen Länder mit einem höheren Komplexitätsgrad als aufgrund ihres aktuellen Einkommens zu erwarten wäre über Wettbewerbsvorteile, die ihnen eine rasche wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen.

Globale Prognosen und regionale Perspektiven

Der Jahresbericht des Harvard Growth Lab betont, dass die Analyse auf Informationen aus mehr als 100 Ländern basiert und vergleichende Leistungsbewertungen ermöglicht. Er hebt hervor, dass asiatische Volkswirtschaften wie Vietnam, China, Thailand, Laos, Indonesien, Malaysia und Indien das Wachstum im Jahr 2034 anführen werden, gefolgt von Regionen in Zentralasien und den baltischen Staaten. Armenien, Georgien, Usbekistan, Litauen und Lettland gehören ebenfalls zu den Volkswirtschaften mit den besten kurz- und mittelfristigen Aussichten. Im Falle Lateinamerikas ist die Positionierung der Dominikanischen Republik als Referenz im Ranking des Harvard Growth Lab von besonderer Bedeutung, da es das einzige Land in Lateinamerika und der Karibik ist, das es unter die Top 20 der weltweit prognostizierten BIP-Pro-Kopf-Wachstumsraten geschafft hat.

Die Autoren des Atlas der wirtschaftlichen Komplexität haben in ihren Schlussfolgerungen betont, dass die Unterschiede im aktuellen Einkommen der Länder weitgehend durch den Komplexitätsgrad ihrer Volkswirtschaften erklärt werden können, was bestätigt, dass diese Variable eine Vorhersage der zukünftigen Wachstumskurven ermöglicht.

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