Das peruanische Umweltministerium (Minam) treibt eine Reihe von Initiativen voran, die darauf abzielen, die Fähigkeiten, die Führungsrolle und die Beteiligung von Landwirtinnen beim Schutz der Agrobiodiversität und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen zu stärken. In Anerkennung ihres strategischen Beitrags zur Ernährungssicherheit, zur Haushaltsökonomie und zur Klimaresilienz stellt das Ministerium Frauen in den Mittelpunkt der Bemühungen um einen nachhaltigeren und klimafreundlicheren ländlichen Sektor. Im Rahmen des Internationalen Jahres der Landwirtin 2026, das von den Vereinten Nationen über die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) gefördert wird, hat Minam die wesentliche Rolle der Frauen beim Schutz einheimischer Nutzpflanzen, Saatgut und überlieferten Wissens – den Grundlagen der familiären Landwirtschaft und der nachhaltigen ländlichen Entwicklung in Peru – bekräftigt. Umweltminister Miguel Espichán betonte die Bedeutung dieser Führungsrolle. „Bäuerinnen spielen eine grundlegende Rolle bei der Erhaltung unserer einheimischen Nutzpflanzen und unseres überlieferten Wissens. Die Stärkung ihrer Führungsrolle ist entscheidend für die Gewährleistung der Ernährungssicherheit, der Klimaresilienz und der nachhaltigen Entwicklung des Landes“, sagte er.
In Peru machen Frauen fast 31 Prozent der landwirtschaftlichen Produzenten aus, wobei rund eine Million in der familiären Landwirtschaft tätig sind. Trotz ihrer entscheidenden Rolle sehen sie sich weiterhin mit erheblichen Ungleichheiten beim Zugang zu Land, Produktionsmitteln, technischer Unterstützung und Märkten konfrontiert – Herausforderungen, die durch den Klimawandel und den Verlust der biologischen Vielfalt noch verschärft werden. Um diese Ungleichheiten zu beseitigen, ergreift das Minam im Rahmen des GEF-Projekts „Agrobiodiversität SIPAM“ konkrete Maßnahmen. Die Initiative fördert die In-situ-Erhaltung einheimischer Nutzpflanzen, die Einrichtung von familiären Saatgutbanken, die Entwicklung von Bio-Unternehmen und die Wiederherstellung degradierter Ökosysteme. Diese Bemühungen verbessern die wirtschaftlichen Möglichkeiten für Bäuerinnen in der Andenregion und stärken gleichzeitig Strategien zur Anpassung an den Klimawandel.
Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind in Regionen wie Puno sichtbar, wo weibliche Führungskräfte aus ländlichen Gebieten erfolgreich traditionelle Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Quinoa, Mashua, Oca und Olluco wiederbelebt und erhalten haben. Durch die Schaffung lokaler Vermarktungsmöglichkeiten stärken sie sowohl das Familieneinkommen als auch die Wirtschaft der Gemeinden und sichern gleichzeitig den Fortbestand des landwirtschaftlichen Erbes. Mit Blick auf das Jahr 2026 wird Minam in Zusammenarbeit mit der UNESCO das Projekt „Verbesserung der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Agrobiodiversität in den Bergökosystemen Perus” starten. Die Initiative zielt darauf ab, die Fortschritte zu konsolidieren und auszubauen, wovon Bäuerinnen, Jugendliche und ländliche Gemeinden im ganzen Land profitieren werden. Die Schließung der Geschlechterkluft in der Landwirtschaft ist unerlässlich, um die Ernährungssicherheit zu stärken, dem Klimawandel und dem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken und eine nachhaltige ländliche Entwicklung voranzutreiben. In diesem Bestreben sind Bäuerinnen strategische Verbündete beim Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes Perus und beim Aufbau von Resilienz für künftige Generationen.







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